Globaler Verbrauch von Kunststofffolien soll weiter steigen

Unter anderem ist die Entwicklung auf die Vorteile von Kunststofffolien gegenüber flexiblen Verpackungen aus anderen Materialien wie Papier oder Alufolie zurückzuführen.

Der weltweite Verbrauch von Kunststofffolien soll bis zum Jahr 2020 auf fast 71 Millionen Tonnen ansteigen. Den Löwenanteil werden hier Folien aus Polyethylen ausmachen. Die steigende Nachfrage liegt an der großen Bedeutung der Folien für die verschiedensten Industriezweige sowie ihren vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, stellt die „Marktstudie Kunststoff-Folien – Welt“ des Marktforschungs- und Consulting-Instituts Ceresana fest.

Die Entwicklung der Nachfrage nach Kunststofffolien zeigt dabei klar erkennbare regionale Unterschiede. Eine deutliche Diskrepanz besteht vor allem zwischen den ausreichend versorgten Industrienationen und den dynamisch wachsenden Schwellenländern in Asien-Pazifik, Südamerika, mittlerem Osten oder auch Teilen Osteuropas. Ein immenses Wachstumspotenzial entfällt hier auf die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde, China und Indien, die zusammen etwa ein Drittel des weltweiten Folien-Marktes ausmachen.

Zuwachs von 3,7 Prozent jährlich bis 2020

Der weltweite Verbrauch von Kunststofffolien wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Unter anderem ist diese Entwicklung auf die Vorteile von Kunststofffolien gegenüber flexiblen Verpackungen aus anderen Materialien wie Papier oder Alufolie zurückzuführen. Dies ist vor allem im Nahrungsmittelbereich zu beobachten; jedoch setzt sich der Trend ebenso im Non-Food-Bereich fort. Darüber hinaus wirken sich veränderte Konsumgewohnheiten – Convenience-Trend, verpackte statt unverpackte Lebensmittel, Trend zu flexiblen Verpackungen – positiv auf die Nachfrage nach Folien aus. Bis zum Jahr 2020 erwarten die Marktforscher von Ceresana im Verpackungssektor einen jährlichen Zuwachs von durchschnittlich 3,7 Prozent. In den vergangenen Jahren haben Verpackungen aus mehreren Materialien und/oder Schichten an Bedeutung gewonnen. Durch den Einsatz derartiger Folien können beispielsweise eine verbesserte Sperrwirkung der Folie sowie eine erhöhte Haltbarkeit der verpackten Produkte erzielt werden.

Die Materialien, aus denen Folien hergestellt werden, weisen ebenfalls unterschiedliche Entwicklungstrends auf. So machen Folien aus Polyethylen (LDPE, LLDPE, HDPE) mit einem Anteil von circa 73 Prozent den Großteil innerhalb des Kunststofffolien-Marktes aus. Jedoch gewinnen beispielsweise BOPP-Folien aus biaxial-orientiertem Polypropylen oder auch PET-Folien aufgrund ihrer Verwendung für hochwertige Verpackungen an Bedeutung und verzeichnen hohe Wachstumsraten. Der Report von Ceresana enthält Marktanalysen der wichtigsten Folientypen: wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polyvinylchlorid (PVC) sowie sonstige Kunststoffe (Polystyrol (PS), Polyamid (PA), Polyester, Polyvinylbutyral (PVB) etc.). Erstmalig sollen mit dieser Studie alle Marktteilnehmer einen kompletten Überblick über relevante Daten und Fakten sowie Hintergründe zu einzelnen Produkttypen und Absatzmärkten erhalten.

www.ceresana.com

Foto: O. Kürth

(EUR0216S12)