Für höchste Ansprüche an Aufbereitung und Recycling: Der Kölsch/Christophel Produktmix

Das Portfolio umfasst die Marken Rubble Master, Powerscreen, Telestack, Portafill, CityEquip und Terex. Eine interessante Auswahl dieser Maschinen finden bauma-Besucher auf dem Gemeinschaftsstand der Jürgen Kölsch GmbH und der C. Christophel GmbH, Freigelände FN620.1. Beide Unternehmen arbeiten Hand in Hand in Deutschland: Kölsch bedient den Süden, Christophel den Norden Deutschlands.

Das neue Flaggschiff

Das schwarz-gelbe Design der Maschinen des österreichischen Herstellers Rubble Master ist unverkennbar. Vorgestellt auf der bauma werden die raupenmobilen Prallbrecher RM70GO! 2.0, RM100GO! sowie das neue Flaggschiff RM120GO! für Bauschutt, Beton, Asphalt, Ziegel bis zu einer Kantenlänge von 850 Millimetern. Je nach Aufgabematerial beträgt die Durchsatzleistung des Prallbrechers mit 34 Tonnen Gesamtgewicht und kraftstoffsparendem John Deere Konstantdrehzahlmotor (314 Kilowatt, Stufe IIIB) 300 und sogar 350 Tonnen pro Stunde. Zur Ausstattung gehört die 1-Deck-Siebmaschine MS125GO! mit 5,8 Quadratmetern Siebfläche. Das schwenkbare Rückführband spart beim Aufbau Zeit und Arbeit. Die Anlage kann auch mit dem Windsichter WS500GO als Zubehör geordert werden.

Zwei Siebe in einem

Die Chieftain 2200 in raupenmobiler Ausführung von Powerscreen bietet zwei Siebcharakteristiken in einer Maschine. Ihre beiden Siebe können entweder vierfach gelagert und zwangsgeführt betrieben werden oder als Freischwinger. Vierfach gelagert und zwangsgeführt werden extrem hohe, konstante Frequenzen realisiert, unabhängig von Aufgabemenge und -gewicht. Beim präzisen Klassieren von Sand und Splitt etwa ist das die Betriebsart der Wahl. Besteht die Aufgabe hingegen aus überwiegend bindigem Material, sorgt der Wechsel auf den Freischwinger-Modus – mit Hüben von elf Millimetern – für den nötigen „Punch“. In der Chieftain 2200 sind zwei Siebkästen im Format 3,30 x 1,55 Meter verbaut.

Die Chieftain 2200 beim Absieben von gesprengtem Granit (Foto: Jürgen Kölsch GmbH/ C. Christophel GmbH)

Die Chieftain 2200 beim Absieben von gesprengtem Granit (Foto: Jürgen Kölsch GmbH/ C. Christophel GmbH)

Grob und fein

Die raupenmobilen Maschinen 5000 CT und 6000XT von Portafill könnten unterschiedlicher nicht sein. Die 5000CT ist eine Grobstücksiebanlage, die 6000XT der Kompaktklasse der Siebe zuzurechnen. Die 5000CT wurde für eine Aufgabeleistung von 100 bis 200 Tonnen pro Stunde ausgelegt und akzeptiert eine Aufgabegröße von maximal 400 Millimetern. Ihr 2-Deck-Freischwinger-Siebkasten im Format 2,4 x 1,2 Meter läuft mit enorm hohen Frequenzen. Das ermöglicht hervorragende Ergebnisse insbesondere im Humusbereich, bei bindigem Aushub und im Recycling. Bei einem Gesamtgewicht von etwa 15,0 Tonnen (je nach Ausrüstung) ist sie äußerst transportfreundlich und in wenigen Minuten aufgebaut. Alle Service- und Wartungsarbeiten sind dabei vom Boden aus zu erledigen. Auf Wunsch können das Überkorn- und Mittelkornband zusammengeführt werden. Die Portafill 6000XT kombiniert eine sehr kompakte Transportlänge von zwölf Metern mit einem Siebkasten von knapp fünf Metern. Der Siebkasten kann bis zum Boden heruntergefahren werden. Die Abwurfhöhe ist derart dimensioniert, dass das Sieb hinter dem Brecher positioniert werden kann und so das Aufgabematerial direkt übernimmt. Serienmäßig liegt die 6000XT als Dual-Power Maschine vor, die über das Netz oder auch vom Brecher mit Strom versorgt werden kann. Sie kann schnell von einem Zwei- auf einen Dreidecker umgebaut werden. In diesem Fall sind dann vier Fraktionen statt nur drei möglich. Die auf der bauma gezeigte Maschine wird ein Dreidecker sein.

Raupenmobile Haldenbänder

Kölsch und Christophel werden auf der bauma drei Bänder von Telestack ausstellen: das „gigantische“ TCL431, das LF514, das TC424. Das Haldenband TCL431 mit entfaltetem Aufnahme- und Abwurfende überbrückt 31 Meter. Alle Rahmen und Strukturen sind von außerordentlicher Robustheit. Der 1.000 Millimeter breite Gurt kann Material bis zu 14,2 Meter aufhalden. Als einfache Halde werden bis zu 7.500 Tonnen aufgebaut, und das ohne umzusetzen. Das Telestack TC424 ist ein raupenmobiles Förderband in der 24-Meter-Klasse (Schwerlastausführung). Das verbreiterte Fahrwerk sorgt für Vortrieb auch bei extremen Bodenbedingungen. In der auf der bauma gezeigten Version ist es vollhydraulisch klappbar im Auswurf- und Abwurfbereich.

Nachgerüstet mit einem Überbandmagneten filtert es Resteisen (vor allem Kleinteile) sicher aus. Die Abwurfhöhe beträgt circa elf Meter; damit kann das Band bis zu 3.700 Tonnen statisch aufhalden. Ideal für den Eisenbahnbereich ist das Haldenband LF514: Die 20-Tonnen-Anlage verfügt über ein 1,2 Meter breites Transportband und ist für Förderleistungen von bis zu 500 Tonnen pro Stunde ausgelegt. Es kann vom Boden aus befüllt werden und auch hochwandige Waggons zügig mit Gleisbauschotter beladen.

Made in Germany

Der 15-Tonnen-Einschwing-Backenbrecher CitySkid des deutschen Herstellers CityEquip beschränkt sich technisch auf das Wesentliche und ist hart im Nehmen. Bei der Variante CitySkid, wie sie auf der bauma präsentiert wird, wurde neben zahlreichen optischen Retuschen auch die Förderband-Abstützung verbessert, das heißt von U-Trägern auf eine noch robustere Konstruktion umgerüstet. Lediglich vier Elektromotoren sind nötig, um die Maschine nach wenigen Minuten Rüstzeit in Betrieb zu nehmen. Sicherheit und Bedienkomfort sind dabei groß geschrieben: Zu großes Brechgut etwa wird automatisch abgefördert. In Servicefällen bietet der CitySkid hervorragende Zugänglichkeit aller kritischen Stellen. Vorteilhaft beim Eisenaustrag ist die gleichlaufende Austragsrichtung der beweglichen Schwinge und des Austragsbandes.

Ausgereift und zuverlässig

Der Einschwingen-Backenbrecher PT600 von Terex ist ausgelegt für bis zu 600 Tonnen Materialdurchsatz pro Stunde. Ganze zwei Jahre waren Prototypen dieser Maschine im Einsatz bei Unternehmen; mit Beginn der Serienfertigung ist der Brecher nun in jeder Hinsicht ausgereift und zuverlässig. Die sehr robuste, einfache Bedienung wird kombiniert mit wegweisenden Features wie einer standardmäßigen Fernüberwachung. So können nicht nur Fehlermeldungen und Leistungsinformation jederzeit in Echtzeit über GPS ausgelesen werden, der Nutzer erhält sogar Informationen über die Produktionskosten. Angetrieben wird der  Brecher dieselhydraulisch oder dieselelek­trisch; es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, ihn mit Netzstrom zu betreiben.

www.koelsch.com
www.christophel.com

Fotos: Jürgen Kölsch GmbH/ C. Christophel GmbH

(EUR0416S18)