Stahlindustrie fordert Änderung der Ersatzbaustoffverordnung

„Der mittlerweile dritte Arbeitsentwurf ist praxisfremd und konterkariert die umweltpolitischen  Ziele zur Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung.“

Kritisiert Thomas Reiche, Geschäftsführer des FEhS-Instituts für Baustoff-Forschung in Duisburg. Grundsätzlich werde die Schaffung bundesweit einheitlicher Standards für den Einsatz von mineralischen Baustoffen begrüßt. Allerdings dürfe dies nicht zum Ausschuss bewährter Einsatzfelder von Baustoffen aus der Stahlindustrie führen und bedeutende, derzeit ressourcenschonend eingesetzte Stoffströme in die Deponierung lenken, heißt es in einer Stellungnahme. „Wir brauchen hier eine einheitliche, praktikable und im Sinne der Ressourceneffizienz sinnvolle Lösung, die für alle Baustoffe gleichermaßen gilt“, fordert  Reiche. „Die Schlacke-basierten Baustoffe aus der Stahlindustrie beweisen ihre Umweltverträglichkeit durch ein engmaschiges Prüfungsnetz und genießen am Baustoffmarkt aufgrund ihrer technologischen Eigenschaften hohes Ansehen und Akzeptanz.“ Durch den Einsatz von Schlacke-basierten Baustoffen aus der Stahlindustrie wurde den Angaben zufolge in den letzten Jahrzehnten der Abbau von 600 Millionen Tonnen  Naturgestein vermieden.

Foto: Dr. Jürgen Kroll

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