Adamec-Anlage im Regelbetrieb

Ende Juni 2015 stellte die Adamec Recycling GmbH Insolvenzantrag. 20 Jahre Entwicklungsarbeit stecken in der Verbundstoff-Trennanlage.

Die Anlage mit einer Fläche von 2.000 Quadratmetern zerkleinert in einem Durchgang Elektro- und Elektronikschrott und sortiert mittels Kamera-, Röntgen- und Induktionstechnik sowie elektrostatischer Verfahren Eisen, Nichteisenmetalle, Edelmetalle und Kunststoffe. Auch können schadstofffreie Kunststoffe von schadstoffhaltigen unterschieden werden, wie Thomas Adamec erklärt. Mehr als zehn Millionen Euro hat der Unternehmer in die Anlage investiert, darunter 1,5 Millionen Euro, die die Förderbank KfW aus ihrem Umweltinnovationsprogramm bereitstellte. Die Recyclingrate beträgt den Angaben nach 95 Prozent.

Fotos: Adamec Recycling GmbH/ Schultze & Braun GmbH & Co. KG

Foto: Adamec Recycling GmbH/ Schultze & Braun GmbH & Co. KG

Die hohen Entwicklungskosten für die im Jahr 2009 errichtete Anlage und das sehr komplexe Genehmigungsverfahren belasteten die Liquidität so stark, dass die Adamec Recycling GmbH am 29. Juni 2015 Insolvenzantrag stellen musste. Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun führt seitdem den Geschäftsbetrieb fort: „In sehr konstruktiven Gesprächen zwischen Umweltamt und Unternehmen konnten wir sämtliche offenen Fragen klären und die Genehmigung der Anlage erreichen. Der Regelbetrieb ist ein wichtiger Schritt für die Sanierung der Adamec Recycling GmbH. Arbeitet die Anlage wie geplant, ist die wirtschaftliche Basis für einen langfristigen Erhalt des Unternehmens gelegt.“

www.adamec.de

Foto: Adamec Recycling GmbH/ Schultze & Braun GmbH & Co. KG

(EUR0516S44)