Schrottrecycling: Entstaubungsanlagen von Metso Deutschland

Ihr Grundprinzip ist die zweistufige Abluftreinigung durch einen Schwerkraft­abscheider (Zyklon) und nachgeschalteten Venturi-Wäscher. Über einen Kamin verlässt die gereinigte Abluft das Entstaubungssystem.

Durch die neuartige Hochdruck-Wassereindüsung direkt am Shredder lässt sich eine bessere Partikelbindung und eine Temperaturabsenkung im Zerkleinerungsraum durch feinst verteilte Wassertröpfchen erzielen. Die Temperaturabsenkung im Shreddermahlraum wirkt der Entstehung von leicht flüchtigen, organischen Kohlenwasserstoffen (Volatile Organic Compounds, VOC) entgegen. Der Wassernebel verdrängt zudem die Luft aus dem Gehäuse, reduziert Verpuffungen oder dämpft deren Auswirkungen.

Nach Durchlauf des Zyklons (Abscheider grober Bestandteile) eröffnen sich in der Doppel-Deck-Venturi-Kehle weitere Möglichkeiten der nassen Reinigung. Die über cfd-Simulation erzielte Strömungsoptimierung bedingt eine intensivere Verwirbelung und Durchmischung der Abluft mit dem Waschwasser und hierüber eine Partikelbindung bis zu einer Größenordnung im Nanobereich. Eine nochmalige Steigerung der Abluftreinigung erzielt ein nachgeschalteter Gegenstromwäscher im Tropfenabscheider. Hier erzeugt eine Frischwasser-Mischdüse ein größtmögliches Konzentrationsgefälle für die VOC-Aufnahme. In diesem Wäscher wird der erneuten Freisetzung der leichtflüchtigen Bestandteile entgegengewirkt. Zudem lassen sich die Systemverluste des Wasserkreislaufs ersetzen.

Die Metso-Wassereindüsung mit Hochdruck in den Shreddermahlraum kann Partikel noch  besser binden (Foto: Metso Germany GmbH)

Die Metso-Wassereindüsung mit Hochdruck in den Shreddermahlraum kann Partikel noch besser binden (Foto: Metso Germany GmbH)

Leistungsfähige Flotationsanlage

Die Aufnahmekapazität des Waschwassers ist begrenzt. Um diese zu erhöhen, nutzen herkömmliche Systeme einen Absetztank plus Austragsförderer für abgelagertes Sediment; trotzdem muss das Waschwasser regelmäßig gewechselt werden. Das Know-how von Metso setzt auf eine spezielle Flotationsanlage zur Waschwasseraufbereitung. Mit dem Eintrag extrem feiner Luftbläschen gelingt es, Schwebstoffe, Partikel und Kohlenwasserstoffe an die Bläschen zu binden. Der entstehende Flotatschaum schließt die derart gebundenen Bestandteile für einen langen Zeitraum ein, versichert das Unternehmen.

Zusätzlich sorgt ein Bogensieb für ein Abscheiden gröberer Partikel nach dem Wäscheraustritt. Dies erhöht den Angaben nach die Zuverlässigkeit des Waschsystems im Betrieb, und die Dauer der Kreislaufführung wird optimiert. Und auch die Ventilatoren im Entstaubungssystem zeigen sich verbessert: Ventilatoren mit Frequenzumrichter ermöglichen effektivere Strömungsverhältnisse der Luft und damit Energieeinsparung. Frequenzumrichter lassen sich in vielen älteren Metso-Entstaubungsanlagen nachrüsten.

Die Metso Deutschland GmbH auf der IFAT: Halle C3 Stand 141/240.

www.metso.com/recycling

Foto: Metso Germany GmbH

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