Neue MAK- und BAT-Werte-Liste liegt vor

Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz: Die Liste der Ständigen Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) enthält 86 Änderungen und Neuaufnahmen.

Zahlreiche Neuerungen nahm die Kommission bei den Maximalen Arbeitsplatz-Konzentrationen (MAK-Werten) vor. In der aktuellen Liste legte sie für 15 Stoffe den Wert neu fest, bei acht Stoffen änderte sie den Wert einschließlich der Kurzzeitwertkategorie und des Überschreitungsfaktors und bestätigte den Wert für drei Stoffe nach eingehender Prüfung. Neu ist auch die Einstufung dreier Stoffe in die Kanzerogenitäts-Kategorie 4, für die die Kommission MAK-Werte festgelegt hat, die – wenn sie eingehalten werden – vor Tumorerkrankungen schützen. Zu den neu eingestuften Stoffen gehört Bariumsulfat, das als Staub mit der Atemluft eingeatmet und in der Lunge lokal wirken kann. Die beiden Chemikalien Furan und Nitrobenzol wirken hingegen systemisch: sie werden über die Haut oder Lunge in den Organismus aufgenommen und verbreiten sich dort über die Blutbahn.

Die Liste enthält neben Stoffen, die als Gas, Dampf oder Aerosol in der Luft am Arbeitsplatz langfristig keinen Schaden verursachen, Angaben darüber, ob Arbeitsstoffe Krebs erzeugen, Keimzellen oder in der Schwangerschaft das werdende Kind schädigen, Haut oder Atemwege sensibilisieren oder über die Haut aufgenommen werden. Sie weist außerdem die Konzentration eines Stoffes im Körper aus, der ein Mensch sein Arbeitsleben lang ausgesetzt sein kann, ohne gesundheitlichen Schaden zu nehmen (BAT-Werte). Außerdem beschreibt sie die Biologischen Leit-Werte (BLW) sowie die Arbeitsstoff-Referenz-Werte (BAR). Zu allen geprüften Stoffen liegen wissenschaftliche Begründungen vor. Die Vorschläge für Änderungen und Neuaufnahmen stehen bis zum 31. Dezember 2016 zur Diskussion. Bis dahin können dem Kommissionssekretariat neue Daten oder wissenschaftliche Kommentare vorgelegt werden.

Insgesamt enthält die Liste bei den krebserzeugenden Arbeitsstoffen elf Überprüfungen und Neuerungen, 34 Stoffe wurden auf eine Gefährdung während der Schwangerschaft hin geprüft. Alle genannten Stoffe prüfte die Kommission auch auf ihre atemwegs- und hautsensibilisierenden Eigenschaften. Neun Stoffe erhielten neu den Warnhinweis, dass auch die Aufnahme durch die Haut neben der Inhalation wesentlich zur Gefährdung der Gesundheit beitragen kann. Für fünf Stoffe wurde der Hinweis beibehalten und für den Stoff 2-Phenoxyethanol gestrichen.

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