Deutsche Umwelthilfe startet „Petition gegen Verpackungsflut“

Die Organisation ruft den Drogeriekonzern dm zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen auf.

In Deutschland fallen jedes Jahr mehr als 17 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle an. Im Rahmen ihrer Kampagne „Weniger ist mehr: Schluss mit dem Müll!“ hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf der Webseite Change.org eine Petition gestartet, um dm als größte Drogeriemarktkette Europas zu einem konsequenten Umdenken zu bewegen. Die Organisation fordert den Konzern auf, unnötige Verpackungen zu vermeiden und ressourcenverschwendende Produkte durch ökologischere Alternativen zu ersetzen.

Vorbildfunktion ernst nehmen

Eine aktuelle Studie der DUH zeigt, dass das Thema Ressourcenschutz bislang kein zentrales Thema bei Drogerien ist. Die Unternehmen setzten allenfalls punktuell Einzelmaßnahmen um, stellten jedoch keine konkreten und umfassenden Strategien oder Ziele auf. Allen voran müsste die dm-Drogeriemarktkette – als Marktführerin unter den deutschen Drogerien und europaweit mit über 3.000 Filialen und mehr als 50.000 Mitarbeitern – aufgrund ihrer Größe und den selbst gesteckten hohen Umweltansprüchen mehr Verantwortung übernehmen. „Einwegplastikflaschen, unnütze Umverpackungen und überdimensionierte Kunststoffhüllen sind trauriger Alltag in den Filialen der Drogeriekette dm. Das stimmt nicht überein mit Umweltversprechen und Nachhaltigkeitsansprüchen. Als Marktführer hat das Unternehmen großen Einfluss auf die Gestaltung seiner Produkte und kann bestimmen, welche ins Sortiment aufgenommen und wie sie verpackt werden. Wir fordern deshalb, dass das Unternehmen seine Vorbildfunktion ernst nimmt und in Sachen Verpackungen und Ressourcenverbrauch konsequent umdenkt“, sagt Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. Bei Getränken sollte das Unternehmen seine Einwegpolitik beenden und auf Mehrwegflaschen setzen. Auf Papierschachteln, zum Beispiel bei Zahnpasta, sollte dm ebenso konsequent verzichten wie auf unkomprimierte Deodorants und unkonzentrierte Waschmittel. Verpackungen sollten überwiegend aus Recyclingmaterialien hergestellt werden. Die gesammelten Unterschriften der Petition sollen noch in diesem Jahr an dm-Geschäftsführer Erich Harsch übergeben werden.

Foto: Deutsche Umwelthilfe e.V.

(EUR1016S5)

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