Reclay gründet Rücknahmesystem in Frankreich

In Paris wurde das Unternehmen LÉKO vorgestellt.

Die französische Reclay-Tochter Valorie SAS ist Hauptinitiator und Mitbegründer, der Zulassungsbescheid vom Umweltministerium wird bis Ende Januar 2017 erwartet, und der Markteintritt ist für den 1. Januar 2018 geplant. Unterstützt wird LÉKO aktuell bereits von 650 Unternehmen, die über 20 Prozent des Marktes repräsentieren.

Bislang ist das System der Verpackungsrücknahme und -verwertung in Frankreich monopolistisch organisiert – mit einer großen Unzufriedenheit bei allen Beteiligten, wie es heißt. So sprechen sich 95 Prozent der Hersteller sowie 82 Prozent der Kommunen für neue Optionen bei Rücknahmesystemen und einen offenen Markt aus. Das Recyclingsystem gilt als eines der kompliziertesten, herstellerunfreundlichsten und teuersten in Europa. Zudem ist der technische Standard in den Sortier- und Verwertungsanlagen niedrig; die von der französischen Regierung vorgegebene Recyclingquote von 75 Prozent für Verpackungsabfälle wird seit ihrer Einführung 2012 nicht erreicht.

Mit LÉKO wird verpflichteten Unternehmen aus Handel und Industrie erstmals eine Alternative angeboten. Raffael A. Fruscio, geschäftsführender Gesellschafter der Reclay Group: „Ziel sind transparente, (kosten)effiziente und kundenorientierte Strukturen, die Unternehmen den komplexen Vorgang der Verpackungslizenzierung so einfach wie möglich machen.“ Darüber hinaus soll das neue Rücknahmesystem für Innovationen im Markt sorgen. In Kooperation mit Handel und Industrie, Kommunen, Recyclern, Verbänden sowie dem Verbraucher arbeitet LÉKO an einer Vereinfachung und Modernisierung des französischen Recyclingsystems, um mehr Wertstoffe zu sammeln und diese zum Nutzen der Industrie besser verwerten zu können. Zusätzlich wird LÉKO in branchenspezifische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben investieren.

www.reclay-group.com

Foto: Reclay Holding GmbH

(EUR1216S25)