Staubarme Rückgewinnung von Technologiemetallen

Das Recycling von Elektronikaltgeräten setzt große Mengen an umweltbelastendem Staub frei, der die Wiederverwendung der Rohstoffe behindert. Das Projekt „MetalSens“ entwickelt neue Lösungsansätze.  

Beteiligt sind das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und vier Partner aus Industrie und Forschung: RWTH Aachen, Sicon GmbH, LLA Instruments GmbH und Aurubis AG. Ziel  des Projektkonsortiums „MetalSens“ ist die Schaffung einer staubarmen und sensorgestützten Prozesskette, mit der sich Technologiemetalle aus Leiterplatten kostengünstig und ressourceneffizient rückgewinnen lassen.

Dafür werden bestehende Elektronikschrott-Recyclingverfahren optimiert. Die Neuentwicklung von Sensorik unter Berücksichtigung der Anforderungen vor- und nachgelagerter Prozessschritte soll, wie es heißt, die Lücke zwischen Forschung und aktueller industrieller Anwendung schließen: „Betrachtet wird der gesamte Recyclingprozess, die parameteroptimierte und damit weniger Staub freisetzende Entstückung sowie die Neuentwicklung sortierfähiger Sensorik für geringe Bauteilgrößen bei hoher Geschwindigkeit. Die staubärmere Prozessführung erhöht die Rohstoffmenge und reduziert Emissionen.“

Das Konsortium vereint umfangreiche Erfahrungen aus den Bereichen Zerkleinerung und Trennung von (Elek­tronik-)Schrott, analytische Messtechnik, metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling sowie Auslegung und Optimierung von Prozessketten. Kenntnisse der analytischen Messtechnik, der metallurgischen Prozesse und im Metallrecycling sowie in der Auslegung und Optimierung von Prozessketten sind ebenso vertreten. „MetaSens“ wird im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme r4 bis zum 31. August 2019 gefördert.

Foto: Martin Braun/RWTH Aachen

(EUR1216S38)