Foto: Doppstadt

Die mobile Einheit von Doppstadt

An den VDMA Praxistagen während der IFAT demonstrierte der Vorzerkleinerer DW 3080 K3 seine Leistungsfähigkeit. 

Ergänzt durch ein neu entwickeltes Hecksternsieb verarbeitet die Maschine mit 50 Tonnen Gesamtgewicht effizienter denn je Material von Altholz bis Baumischabfall, so Doppstadt. Der Vorzerkleinerer DW 3080 K3 ist durch ein hydraulisch ausklappbares Heckband schnell einsatzbereit. Ein Multifunktions-Display informiert über die Maschinendaten und ist einfach zu bedienen – auch per Fernsteuerung.

Aktuell verstärkte Doppstadt die reversierbare Walze und den hydraulischen Kamm des Schredders und erhöhte damit nochmals dessen Stabilität und Lebensdauer. Die Walzenzähne aus verschleißfestem Stahl reißen das Material durch den Zerkleinerungskamm. Bei Störstoffen öffnet sich der Kamm automatisch, um Beschädigungen zu vermeiden. Dabei sorgt ein leistungsstarker Direktantrieb für hohen Durchsatz und gleichzeitig für minimalen Kraftstoffverbrauch. Bei Wartungs- und Servicearbeiten lässt sich die Kammtür samt Kamm einfach ausklappen. Der selbstreinigende Kühler ist gut zugänglich und besonders leise durch ein großes, bei niedriger Drehzahl laufendes Lüfterrad.

Hohe Materialreinheit in drei Siebfraktionen

Die neue Hecksternsieb-Einheit DHS 812 sortiert das vorzerkleinerte Material in drei unterschiedliche Siebfraktionen. Damit die getrennten Materialien eine sehr hohe Reinheit erhalten, wird das Siebgut im ersten Schritt über ein verkürztes Heckband an ein Grobsiebdeck befördert. Das Mittelkorn fällt hier durch die Zwischenräume und Spalten des Sternsiebs. Das Grobkorn wird von Sternwelle zu Sternwelle weitertransportiert und abschließend von einem Überkornquerband seitlich ausgetragen. Optional kann es per Rückführband zum Einfülltrichter des DW 3080 K3 zurückgebracht werden.

Die gleichmäßig rotierende Bewegung der Sternelemente lockert und wälzt das Siebgut während des Transports, und die unterschiedlichen Drehzahlen der einzelnen Sternwellen ziehen das Siebmaterial auseinander. Die Korngröße lässt sich durch unterschiedliche Sterngrößen und stufenlos einstellbare Geschwindigkeiten der Siebdecks variieren. Abschließend trennt ein Feinsiebdeck das verbliebene Siebgut in Mittel- und Feinkorn. Die zweite, mittelgroße Siebgutfraktion wird vorwärts ausgetragen, die dritte Siebgutfraktion seitlich über ein Feinkornaustragsband.

Raupenmobile Siebmaschine SM 620 K

Auf der IFAT zeigte die Doppstadt-Gruppe auch die neue Siebmaschine SM 620 K für das Separieren von Sand, Schotter oder Abfall. Das raupenmobile Modell ergänzt das radmobile Schwestermodell SM 620 und bewegt sich sicher in unbefestigtem Gelände wie Kiesgruben, Steinbrüche oder Deponien. Die Maschine kann per Fernbedienung direkt aus einer Bagger- oder Radladerkabine gelenkt werden. Bei einer geringen Transporthöhe von 3,4 Meter lässt sich die Maschine per Tieflader über sämtliche Verkehrswege von Einsatzort zu Einsatzort transportieren.

Die raupenmobile Ausführung entspricht in Bediener-, Wartungs- und Servicefreundlichkeit ihrer radmobilen Schwester SM 620 und arbeitet wahlweise mit einer Siebtrommel oder einem Sternsiebdeck. Das ermöglicht ein für die mobile Siebtechnik breites Anwendungsspektrum: Es reicht von trockenem, rieselfähigen Siebgut bis hin zu feuchten und bindigen Materialien. Der Wechsel zwischen Trommel und Sternsiebdeck geschieht werkzeuglos und ist in etwa einer Stunde erledigt. Die Siebtrommel ist 5,5 Meter lang, hat einen Durchmesser von zwei Meter und eine Siebfläche von 30,2 Quadratmeter. Lochgröße und -form der Trommel sind auf das Siebgut abgestimmt. Zur Auswahl stehen Trommeln aus Lochblech ab sechs Millimeter Lochdurchmesser und Trommeln mit einer wechselbaren Drahtbespannung ab vier Millimeter Maschenweite. Das Sternsiebdeck hat eine Siebfläche von sechs Quadratmetern und ermöglicht – je nach Ausführung – einen Siebschnitt zwischen zehn und 150 Millimetern. Eine integrierte Dosierschnecke sorgt für eine gleichmäßige Aufgabe auf das Siebdeck.

Per Zusatzausstattung ist die Siebmaschine auch auf weitere Spezialeinsätze vorbereitet. Werden ein hydraulisch klappbares Steingitter, Schwingsieb oder Sternsieb auf den Beladetrichter aufgesetzt, ist sie gut gerüstet für die Grobgutabscheidung. Ergänzende Kopfrollmagneten in den Austragsbändern ermöglichen eine Fe-Metallabscheidung, und ein Upgrade mittels Windsichtung erlaubt die Leichtgutabscheidung aus dem Überkorn.

www.doppstadt.com

(EUR0614S40)
Der DW 3080 K3 wiegt 50 Tonnen und bewältigt auch schwerste Zerkleinerungsaufgaben – Foto: Doppstadt