Maschinenschäden vermeiden durch Störstoffabscheidung

Eine „preisgünstige, einfache und effektive Lösung“ von Herbold Meckesheim.

Immer wieder kommt es in Kunststoff-Recyclinganlagen zu Maschinenschäden, weil Störstoffe zusammen mit dem Aufgabegut in die Verarbeitungsmaschinen gelangen. In einfachen Fällen kommt es „nur“ zu erhöhtem Verschleiß an den Mahlwerkzeugen. Massive Störstoffe können aber zum Ausfall der Maschine führen.

Um dies zu vermeiden, gibt es mehrere Lösungsansätze, die aber alle auch Nachteile aufweisen: Steine, Schuhe, Holzstücke sind immer wieder vorzufinden. Induktive Metallausscheider finden nur Metalle – oft sind die Störstoffe aber nicht metallisch. Andere Lösungen sind oft zu teuer oder benötigen zu viel Platz.

hb2Das zugrunde liegende Prinzip

Für die Abscheidung von Störstoffen hat Herbold Meckesheim eine den Angaben zufolge „sehr preisgünstige, einfache und effektive Lösung“ erarbeitet, die integrierter Bestandteil einer pneumatischen Förderanlage ist. In einer Steigleitung des Förderrohrs wird durch einen Ausschleus-Schacht Schwergut abgetrennt und aus dem Produktstrom ausgeschieden (siehe Abbildung). Das ermöglicht laut Hersteller einen Doppelnutzen: einerseits die Abscheidung der Störstoffe, andererseits ist der Weitertransport erledigt. Das dabei zugrunde liegende Prinzip: die unterschiedliche Fluggeschwindigkeit von Produkt und Schwergut. Alle Stoffe, die eine deutlich höhere Fluggeschwindigkeit im Förderrohr der Pneumatikleitung aufweisen, können abgetrennt werden.

Wie Herbold Meckesheim weiter mitteilt, ist bereits eine erste Anlage für eine PET-Flaschenrecyclinganlage verkauft worden. Dort werden die ganzen, noch unzerkleinerten Flaschen von Störstoffen befreit und gleichzeitig zur nächsten Verarbeitungsstufe weitertransportiert. „Der Kunde war selbst überrascht, in welchem Maße Störstoffe schon in den ersten Betriebstagen im Produktstrom gefunden wurden“, so der Hersteller. Die Anlage sei geeignet, um zum Beispiel Flaschen in unzerkleinertem Zustand zu verarbeiten. Es können aber auch dickwandige Teile in vorgeshreddertem Zustand von Störstoffen befreit werden. Es lassen sich dabei nicht nur metallische, sondern auch mineralische Störstoffe – generell alles „Schwere“ – abtrennen.

www.herbold.com

(EUR0814S39)

Skizze und Foto: Herbold Meckesheim GmbH