Schweiz: Leichter Rückgang beim Elektro(nik)-Geräte-Recycling

2013 wurde mit knapp 128.000 Tonnen fast die gleiche Menge wie im Vorjahr erreicht. 

Auch die Mengen und die Verwertung der entstehenden Fraktionen unterscheiden sich kaum gegenüber dem Vorjahr. Seit rund 20 Jahren stellen die drei Rücknahmesysteme SENS, Swico und SLRS die ressourceneffiziente Rücknahme, Wiederverwertung und die fachgerechte Entsorgung von elektrischen und elektronischen Altgeräten in der Schweiz sicher.

Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Menge Elektro(nik)-Geräte, welche von den SENS- und Swico-Recyclern verarbeitet wurden, einen geringfügigen Rückgang um ein Prozent auf 127.900 Tonnen. Dies entspricht einer Menge von 16 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, womit die Schweiz im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weiterhin eine Spitzenposition einnimmt. Innerhalb der Gerätekategorien gab es teilweise große Verschiebungen. Weiterhin eine starke Zunahme verzeichnen mit 3.500 Tonnen oder 19 Prozent die Elektrokleingeräte. Auch die Menge der verarbeiteten Leuchtmittel hat um 15 Prozent zugenommen und liegt nach einer Abnahme im Jahr 2012 wieder auf dem Niveau der Vorjahre.Die Menge der verarbeiteten Elektronikgeräte dagegen hat um 2.300 Tonnen abgenommen und die Menge der Geräte, welche nicht in den Listen der Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte (VREG) aufgeführt sind, um 2.000 Tonnen. Der Rückgang bei den Elektronikgeräten ist hauptsächlich auf den Rückgang bei verarbeiteten Röhrenbildschirmen zurückzuführen.

Aufgrund der Stoffflussdaten, welche die Recycler jedes Jahr abgeben, kann eine detaillierte Stoffbilanz der verarbeiteten Elektro(nik)-Geräte erstellt werden. Die größte aus der Verarbeitung resultierende Fraktion sind die Metalle mit rund 55 Prozent Masseanteil, danach folgen 14 Prozent Kunststoffe und 13 Prozent Kunststoff-Metall-Gemische. Das Glas aus der Röhrenbildschirm-Verarbeitung hat einen Anteil von sieben Prozent. Die Leiterplatten, welche besonders wertvolle Stoffe enthalten, sowie die Schadstoffe machen lediglich ein bis zwei Prozent der gesamten verarbeiteten Menge aus. Die Mengen der einzelnen Wertstoff- und Schadstofffraktionen haben sich im Vergleich zum Jahr 2012 nur wenig verändert. Obwohl die Menge an Schadstoffen im Vergleich zu den Wertstoffen klein erscheint, ist deren Entfrachtung und umweltgerechte Entsorgung eine der wichtigsten Aufgaben der SENS-Swico-Recycler.

Die oft manuelle Schadstoffentfrachtung erfolgt zum großen Teil in 90 Zerlegebetrieben, mit denen die Recycler zusammenarbeiten. In diesen Betrieben werden nicht nur die verschiedenen Schadstoffe entfrachtet, sondern auch besonders wertvolle Geräteteile und Komponenten manuell demontiert. Die Gesamtverwertungsquote über alle Gerätekategorien und Recyclingbetriebe beträgt über 75 Prozent.

www.erecycling.ch

(EUR0914S35)

Foto: O. Kürth