Kiesgrube Swisttal: Aufbereitungsanlage von CDE Global in Betrieb

Um die wachsende Nachfrage nach aufbereitetem Sand und Kies zu bedienen, setzt die Josef Bohnen GmbH & Co. KG in Swisttal bei Köln auf das Know-how des nordirischen Hersteller.

Die Sand- und Kiesaufbereitungsanlage von CDE Global erfüllte die Voraussetzungen für eine Förderung durch das BMU-Umweltinnovationsprogramm. Die Vorlage für die Finanzierung der Anlage beruhte auf den Zielen, den Wasserverbrauch zu verringern, die CO2-Emissionen zu senken und eine Nassaufbereitung mit geringem Platzbedarf zu ermöglichen.

Die Aufbereitungsanlage in der Kiesgrube Swisttal produziert 140 Tonnen pro Stunde nass aufbereitete und klassierte Sand- und Kiesprodukte. Die typische Aufteilung ist 65 Tonnen pro Stunde Sand mit 0-2 Millimeter, 20 Tonnen pro Stunde Sand mit 2-8 Millimeter, zwölf Tonnen pro Stunde Schlamm mit 0-63 µm, wobei der Rest des Volumens der AggMax zur Aufbereitung von Zuschlagstoffen zugeführt wird. Das Unternehmen kann die Körnung und das Volumen von jedem produzierten Produkt steuern. Dazu verwendet es beispielsweise auswechselbare Matten im EvoWash Entwässerungssieb, das leicht eingestellt werden kann, um die Körnung und Menge an Sand zu verändern, die vom Sieb kommt. Der Aufgabetrichter befindet sich in einigem Abstand von der Anlage, aber nahe an der Rohmaterialzufuhr. Das Material muss über keine großen Entfernungen von der Quelle per Lader antransportiert werden. Die Bestandteile der CDE Anlage im Einzelnen:

swistal2ProGrade Doppeldecksieb

Im Gegensatz zu trockenen Klassiersieben, bei denen Düsenstränge hinzugefügt werden, wurde die ProGrade Siebreihe so konstruiert, dass sie primär als Waschsieb arbeitet. Das in dieser Anlage eingesetzte ProGrade Modell ist ein P2-75 Sieb, bei dem jedes Deck eine Oberfläche von 5 x 1,5 Meter hat. Das ProGrade P2-75 Sieb wurde nach dem FEA-Verfahren (Finite-Elemente-Analyse) geprüft und ist ein fester Bestandteil der CDE Baureihe. Es wird in den Anlagen R2500, M4500 eingesetzt, sowie in diesem Fall in der Aufbereitungsanlage M2500. Alle FEA-Ergebnisse werden durch Testverfahren am realen Objekt verifiziert. Praxistests wurden auch in der speziellen ProGrade Siebtest-Einrichtung am Hauptsitz von CDE Global in Cookstown durchgeführt.

Das P2-75 Sieb ist in die M2500 E4X Aufbereitungsanlage integriert und erhält das Aufgabegut mit Körnung 0-32 Millimeter direkt vom Beschickungsförderer der M2500. Das obere Deck entfernt das nass aufbereitete Überkorn von +32 Millimeter, welches über den ersten integrierten 9-Meter-Förderer der M2500 verhaldet wird. Das Aufgabegut mit Körnung 8-32 Millimeter gelangt auf das untere Deck und wird zur AggMax Attritionsanlage weitergeleitet. Die Partikel mit Körnung bis acht Millimeter werden gleichzeitig zur EvoWash Sandaufbereitungsanlage zur Weiterverarbeitung geleitet.

EvoWash Sandaufbereitungsanlage

Die EvoWash ist in die M2500 integriert und verhindert den Verlust von wertvollen Feinteilen in der Aqua­Cycle Wasseraufbereitungsphase. Dies gewährleistet eine effektive Materialrückgewinnung und minimalen Abfall und sorgt letztlich dafür, dass die Josef Bohnen GmbH & Co. KG eine größtmögliche Wertschöpfung aus dem Aufgabegut erzielt. „Dank der Sandaufbereitungsphase fangen wir sogar die feinste Materialfraktion auf, und dieser Qualitätssand geht nicht verloren. Wir haben die Kontrolle über die Körnung der Sande, die wir produzieren, und können gewährleisten, dass der Sand aus dem Entwässerungssieb die benötige Spezifikation erfüllt“, sagt Geschäftsführer Matthias Haus.

swistal3AggMax Attritionsanlage

Die AggMax nutzt eine innovative Hochfrequenz-Siebtechnik und leistungsfähige Schwertwäschetechnik, um stark mit Lehm verunreinigtes Material zu sieben und zu zerreiben. Die AggMax 152 hat in diesem Projekt eine Kapazität von 150 Tonnen pro Stunde, produziert zwei klassierte Zuschlagstoffe (8-16 mm und 16-32 mm) und besteht aus einer RotoMax Schwertwäsche sowie einem Doppeldeck-Klassiersieb. Die Unterbringung von allen Elementen der AggMax auf einem einzigen, kompakten und semi-mobilen Unterbau ist den Angaben zufolge einzigartig in der Branche. Die Installation der Anlage bei Josef Bohnen konnte daher in kürzester Zeit und bei geringstmöglichem Platzbedarf erfolgen.

AquaCycle Wasseraufbereitungssystem

Mit dem AquaCycle System können erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Es reduziert die erforderliche Menge Frischwasser für die Aufbereitungsanlage um bis zu 90 Prozent. Das AquaCycle verfügt über eine Entlüftungskammer, in der dem Abwasser Polyelektrolyt zugeführt wird, über einen Abstreifermechanismus, mit dem der Schlamm aufbereitet wird, und über eine feststehende Brücke über den gesamten Durchmesser der Anlage, die eine sichere Materialprüfung und Wartung gewährleistet.

Das AquaCycle in Swisttal ist das Modell A400 mit einer Kapazität von 400 Kubikmeter pro Stunde. Überschüssige Feinteile werden der Anlage von den zwei Zyklonen der EvoWash zugeführt, die in die M2500 integriert ist. Schlamm setzt sich am Boden des Tanks ab. Ein Krälwerk sorgt hier dafür, dass dieser Schlamm eine einheitliche Konsistenz beibehält, bevor er in Absetzteiche abgeführt wird. Sauberes Wasser läuft oben am Eindicker über und wird in den AquaStore Wassertank W374 zurückgeführt. Das AquaStore ist ein Wasserspeicher- und Pumpsystem, mit dem das rückgewonnene Wasser rund um die Nassaufbereitungsanlage recycelt wird.

www.cdeglobal.com
www.bohnen-info.de

(EUR0914S40)

Fotos: CDE Global