Vecoplan HydroDyn: Waschtechnik für hochwertiges Kunststoffrecycling

Gemeinsam mit Partner Clean Value Plastics (CVP) haben die Ingenieure der Vecoplan AG über zwei Jahre Entwicklungsarbeit investiert und eine neue Technologie zur Marktreife gebracht, die – so das Unternehmen – gegenüber herkömmlichen Systemen sowohl technologisch als auch ökonomisch signifikante Vorteile generiert.

So das Unternehmen: Vecoplan HydroDyn bezeichnet ein innovatives System, welches die Zerkleinerungstechnologie, die Waschtechnik und das Trocknungsverfahren verschiedenster Kunststoffmaterialien in einem geschlossenen, durchdachten Prozess vereint. „Mit unserer zukunftsweisenden Entwicklung sind wir nun-mehr nicht nur Partner für hochwertiges, sondern vor allem auch für ganzheitliches und wirtschaftliches Kunststoffrecycling geworden.“ Herzstück ist das Waschverfahren, das eine hohe Reinheit des Output-Materials verspricht. Komplexe Prozessschritte in der Produktionskette können über standardisierte Schnittstellen komplikationslos und ganzheitlich abgedeckt werden.

Hydrodynamische Reinigung

Das Vecoplan HydroDyn stellt sich als ein besonders leistungsfähiges und eigenständiges Waschsystem in der Aufbereitung von Kunststoffen dar. Durch diese Aufbereitungstechnik können zerkleinerte, stark verschmutzte und unterschiedlich­ste Aufgabematerialien wie Folien, Strechfolien, Hartkunststoffe, Verpackungen, technische Kunststoffe und vieles mehr durch hohe Reibung und stark zirkulierende Wasserströmung gereinigt werden. Im Ergebnis entstehen hochreine Output-Partikel, die frei von Zellstoffen und Klebeanhaftungen, in einer, wie es heißt, „bisher einzigartigen Reinheit“ direkt als Mahlgut in die weiterführenden Prozesse wie Extrusion und Granulation gegeben werden können.
„Während herkömmliche Waschsysteme mit einer konventionellen Heißwäsche arbeiten und dadurch sehr hohe Energiekosten verursachen, wird bei der hydrodynamischen Reinigung durch Reibung Energie erzeugt, die dem Prozess direkt zur Verfügung gestellt wird. Das Vecoplan HydroDyn System benötigt keine zusätzliche Energiezufuhr, sondern nutzt die Energie aus dem Prozess für den Prozess und erreicht ein Reinigungsergebnis mit einer bisher nicht dagewesenen Energieeffizienz.“

Hartkunststoffe vor und nach HydroDyn (rechts)

Hartkunststoffe vor und nach HydroDyn (rechts)

Waschprozess ohne Chemie

Doch nicht nur die Energiebilanz soll überzeugen, auch die Argumente des „grünen Produzierens“ würden greifen: „Das Vecoplan HydroDyn System funktioniert im Waschprozess ohne Chemie. Die zum Ablösen der Aufkleber auf hauchdünnen Folien herkömmliche Nutzung von Natronlauge ist obsolet. Darüber hinaus ist eine im System implementierte und auf den Prozess abgestimmte Wasseraufbereitungstechnik entwickelt worden, die den Wasserverbrauch deutlich senkt, die Abwassermenge reduziert und so die Betriebskosten minimiert.“

Durch die modulare Bauweise, die vorkonfiguriert und montiert auf Plattformen geliefert werden kann, lässt sich das Vecoplan HydroDyn System ohne großen Aufwand in bestehende Anlagen integrieren. Ebenso nutzen Kunden diesen Vorteil, wenn sie ihre Systeme um eine Waschanlage erweitern wollen oder eine komplett neue Anlage zur Kunststoffaufbereitung planen. Durch die modulare Bauweise, sagt Vecoplan, ergeben sich außerdem sehr kurze Montagezeiten im Feld, und eine vollständige Abnahme kann im Werk durchgeführt werden.

Hochrein in die Extrusion

„Mit dieser neuen Verfahrenstechnik eröffnen wir den Kunststoffaufbereitern die Möglichkeit, stark verschmutzte Kunststoffe bei höchster Energieeffizienz und nahezu konkurrenzlosen Betriebskosten wiederzuverwerten“, fasst Stefan Kaiser, Leiter Geschäftsbereich Recycling der Vecoplan AG, zusammen. „Das neue Verfahren ermöglicht es, Holz, Polystyrole und Papier so aufzufasern, dass sie bereits im Trennprozess abgeschieden werden und das Endprodukt hochrein in die Extrusion weitergegeben wird. Damit erreicht Vecoplan HydrDyn eine neue, höchste Qualität bei den Rezyklaten, die aus dem Abfallkreislauf gewonnen werden.“

www.vecoplan.de

(EUR1014S42)

Agrarfolie vor und nach HydroDyn (rechts) – Fotos: Vecoplan