Ab in die Presse – so schließt sich der Kreislauf

Die Zumtobel Lighting GmbH aus Dornbirn in Österreich entwickelt und fertigt für Kunden in aller Welt individuelle Lichtlösungen im Premiumsegment. Bei der Entsorgung von Verpackungsmaterial in der Montageabteilung „Büro- und Sonderleuchten“ verbessern zwei Vertikal-Ballenpressen von HSM das Stoffstrommanagement.

Vor über 60 Jahren gegründet, gehört die Zumtobel Lighting GmbH zur Zumtobel Gruppe. Unter dem Dach der Gruppe, die mit 7.456 Mitarbeitern in rund 70 Ländern vertreten ist, werden die drei Marken Zumtobel, Thorn und Tridonic geführt. Die Marke Zumtobel bedient dabei über die Zusammenarbeit mit international führenden Lichtplanern, Designern und Architekten das Premiumsegment. In den kundenspezifischen Lichtlösungen steckt viel Entwicklungsleistung und meist auch viel Handarbeit.

hsm860-2In der Montageabteilung „Büro- und Sonderleuchten“ fertigen 200 Mitarbeiter gut 2.000 Leuchten am Tag. Eine besondere Herausforderung sieht Ing. Robert Jehly darin, die Verpackungskartonagen der Leuchten-Komponenten in den Wiederverwertungskreislauf rückzuführen. Am Standort Dornbirn fallen davon jährlich etwa 380 Tonnen an. „Mit Sammeln allein ist das nicht getan“, sagt der Bereichsleiter. Bis zur Anschaffung der beiden HSM Ballenpressen vom Typ V-Press 860 L haben die Montagemitarbeiter die Altkartonagen in Palboxen gesammelt, die jeweils 25 Kilogramm fassen. Waren die Boxen gefüllt, wurden sie per Stapler ins Reststofflager transportiert und die Kartonagen bis zur Abholung durch den Entsorger in einem Presscontainer zwischengelagert. Heute werden die Kartonabfälle ohne Umwege, direkt vor Ort in der Montageabteilung verpresst. Die Mitarbeiter bringen sie in Kleingebinden zu den zentral positionierten Ballenpressen. Dort werden sie mit einer Presskraft von 532 Kilonewton zu kompakten Ballen mit einem Gewicht von etwa 450 Kilogramm verdichtet und erst dann per Stapler ins Lager gebracht. Waren früher 18 Lagerfahrten für diese Menge an Altkartonagen nötig, reicht jetzt eine. „Das ist nicht nur deutlich wirtschaftlicher, sondern auch ein enormer Gewinn für die Sicherheit in der Abteilung“, zeigt sich Jehly froh über jede Staplerfahrt weniger.

Die Montageabteilung spare gleichsam Arbeitszeit, Lagerraum und Palboxen. Darüber hinaus werde Mehrerlös generiert: „Anders als der Inhalt aus dem Presscontainer sind die drahtgebundenen Kartonagenballen bereits ideal aufbereiteter Wertstoff für die Papierfabrik.“ Die Ballen von Zumtobel gehen an die Papierfabrik Rondo-Ganahl, die – so schließt sich der Kreislauf – im Gegenzug das von Zumtobel benötigte Verpackungsmaterial liefert. „Pro Tonne Altkartonage wird eine höhere Vergütung als vorab gezahlt. Einfach, weil die verpressten Ballen ohne weiteren Zwischenschritt in die Wiederverwertung fließen können.“ Unterm Strich, hat Jehly berechnet, würden sich die Kosten um mehr als 10.000 Euro pro Presse und Jahr reduzieren und sich die Investitionen in die HSM Maschinen folglich schnell amortisieren.

„Unsere Mitarbeiter kommen problemlos zurecht“

Bei der Kaufentscheidung waren laut Jehly vier Punkte entscheidend: „Erstens hat HSM ein gutes Renommee und sitzt in unserer Nähe. Das ist uns wichtig. Zweitens gefällt uns die V-Press 860 L, weil man dank ihrer besonderen Presstechnik die Ballen auch ohne Palette oder auf ungenormten Paletten transportieren kann. Drittens bleiben wir durch die kompakte Bauweise der Pressen flexibel, was ihren Einsatzort betrifft. Und viertens hat schließlich die Testphase gezeigt, dass unsere Mitarbeiter mit der Technik problemlos zurechtkommen und sie akzeptieren.“

Die Bedienung sei denkbar einfach. Lediglich das Abbinden der Kartonagenballen erfolge durch eingewiesenes Personal. Während der sechswöchigen Testphase wurden zudem Schutztechnik und Schallschutz an die Wünsche von Zumtobel angepasst. Robert Jehly ist mit der Betreuung durch HSM rundum zufrieden und geht davon aus, dass künftig auch andere Produktionsbereiche im Unternehmen in Kartonagenballenpressen investieren werden.

www.hsm.eu, www.zumtobel.com

Fotos: HSM GmbH + Co. KG

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