Containerlösung „ECO Hygiene Island“

Die österreichische Meteka GmbH hat für ihre Medister Abfalldesinfektionsgeräte eine mobile Containerstation entwickelt, die unter anderem mit Solarstrom betrieben werden kann. Da auch nur minimale Wassermengen für die Behandlung notwendig sind, ist ein völlig autarker Betrieb möglich.

Wie das Unternehmen mitteilt, ist in dem 20-Fuß-Container alles enthalten, was es zur sicheren Behandlung von infektiösem Abfall braucht: eine Sammelstation, Heizung und Kühlung, Zu- und Abluftfilter, ein Waschbecken, ein Abfallzerkleinerer (optional mit oder ohne Ausstragschnecke) sowie je nach Abfallmenge wahlweise der Medister 160 oder der Medister 20 mit 60 beziehungsweise 20 Liter Fassungsvermögen. Laut Meteka können beide Abfalldesinfektionsgeräte Viren wie Hepatitis A, B und C, HIV und Polio, Bakterien wie E. coli, Staphylokokken, Streptokokken, Tuberkelbazillen, Milzbrand-, Tetanus-, Cholera- und Typhuserreger sowie Sporen des Milzbrandbazillus vernichten. Und nicht zuletzt sämtliche bekannten Parasiten und Pilze.

Die ECO Hygiene Island beinhaltet alles, was zur Behandlung potenziell infektiösen Abfalls benötigt wird

Die ECO Hygiene Island beinhaltet alles, was zur Behandlung potenziell infektiösen Abfalls benötigt wird

Auch das Ebola-Virus sei gegen das patentierte, auf Mikrowellentechnologie basierende Even-Heat-Verfahren der Medister chancenlos, versichert der Hersteller. Dabei wird direkt im zuvor befeuchteten Abfall Wärme erzeugt. Die Behandlungstemperatur von 97 bis 100 Grad Celsius wird für 25 Minuten konstant gehalten. Infektionserreger können dadurch schnell und sicher unschädlich gemacht werden. Und das selbst bei einer inhomogenen Zusammensetzung des Abfalls. Anschließend kann der entkeimte und volumenreduzierte Abfall umweltschonend und ohne weitere Sicherheitsvorkehrungen ähnlich wie Hausabfall entsorgt werden. Die Weiterverbreitung von Seuchenerregern sei ausgeschlossen, so Meteka.

Ein halber Tag lässt sich überbrücken

meteka3Um die Abhängigkeit von externen Versorgungsmedien zu minimieren beziehungsweise um die Anlage je nach Standortbedingungen überhaupt erst betreiben zu können, ist sie mit einer Solaranlage mit zwölf je 1,6 Quadratmeter großen Kollektoren ausgestattet. Die insgesamt auf 20 Quadratmeter bemessenen Solarpanels sind flach auf dem Containerdach sowie einer Längswand montiert und können eine Höchstleistung von vier Kilowatt Peak erreichen. Zur Speicherung des Stroms ist ein Akkusystem mit einer Kapazität von 548 Amperestunden bei 48 Volt Batteriespannung eingebaut.

Je nach Ausstattungsvariante lässt sich leicht ein halber Tag ohne externe Stromversorgung und Sonneneinstrahlung überbrücken. Für die Abfederung von Spitzenlasten und Schlechtwetterperioden sorgt ein zusätzlicher Generator. Der geringe Bedarf an normalem Leitungswasser erlaubt den problemlosen Betrieb auch ohne permanente Anbindung an ein Wasserversorgungsnetz. Die schlüsselfertige Containerlösung ECO Hygiene Island verfügt über Clip-On-Units. Sie lässt sich daher wie ein herkömmlicher Seecontainer per Lkw, Zug oder Schiff transportieren.

www.meteka.com

Fotos: Meteka GmbH

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