Rezepturvielfalt auf flexiblen Compoundinglinien

Nur sechs Monate nach dem Startschuss für die CompraXX GmbH in Sandersdorf-Brehna, Sachsen-Anhalt wurden in dem neuen Compoundier-Technikum die ersten Compounds gefahren.

Die durchdachte Auslegung der beiden baugleichen Komplettanlagen erlaubt die hochflexible Verarbeitung nahezu jeder individuellen Kundenrezeptur. Ganz gleich ob PET-Reststoffe entgast, besonders klebrige Produkte granuliert, hochgefüllte Compounds oder neue Blends hergestellt werden sollen: Bei CompraXX ist alles auf ein und derselben Anlage möglich, teilt das Unternehmen mit. Für ein Höchstmaß an Flexibilität sind beide Compoundierlinien mit einem 43-Millimeter- Doppelschneckenextruder mit einer variablen Länge zwischen 32 und 52 D ausgerüstet. Außerdem verfügen diese über bis zu neun Entgasungsmöglichkeiten, Anschlüsse für drei Seitenbeschickungen, zwei Seitenentlüftungen, drei Vakuumseitenentgasungen und bis zu vier Injektionsanschlüsse für Flüssigdosierungen. Und nicht nur die Kernkomponenten der beiden Compoundierlinien sind variabel: Alle Up- und Downstream-Komponenten sind, wie es heißt, ebenfalls für ein Höchstmaß an Flexibilität und Variabilität ausgelegt.

Neue Wege beschreiten

Hierzu gehören unterschiedlich große, autark arbeitende Waagen und verschiedene Mischer genauso wie pneumatische Fördersysteme, staubdicht arbeitende, an Extruder und Waagen andockbare Container sowie wahlweise eine Unterwasser- und eine Stranggranulieranlage. Eine Anlagensteuerung, in die flexibel die benötigten Komponenten integriert werden können, sorgt für die Überwachung, Regelung und Speicherung aller relevanten Parameter.

Die Flexibilität seiner Compoundieranlagen war dem Geschäftsführer Maik Weber aus zwei Gründen besonders wichtig: „Erstens möchte ich als Handelsvertreter von Compounding-Komponenten meinen Kunden die vielfältigen Möglichkeiten aller Anlagenteile unter Produktionsbedingungen zeigen. Und zweitens möchte ich nicht nur jede kundenindividuelle Rezeptur verarbeiten, sondern auch ganz neue Wege in der Forschung und Entwicklung von Compounds beschreiten können.“

Mit seinen Anlagen sieht er sich für innovative Themen bestens gerüstet: Maik Weber, Geschäftsführer der CompraXX GmbH

Mit seinen Anlagen sieht er sich für innovative Themen bestens gerüstet: Maik Weber, Geschäftsführer der CompraXX GmbH

Was die ersten Projekte bestätigten

Mit seinen Anlagen sieht er sich für innovative Themen wie Tandem-Compoundierung, Faserverarbeitung und Upcycling von Rezyklaten bestens gerüstet: „Wir sind meines Wissens das einzige Unternehmen, das mit der Kombination aus einem Infrarot-Drehrohr zur Materialtrocknung, einem besonders schonend arbeitenden Doppelschneckenextruder mit multiplen Entgasungsmöglichkeiten zum Molekulargewichtsaufbau und zur Dekontamination sowie einer Unterwassergranulieranlage mit CrystallCut-Technologie zur Herstellung eines hochkristallinen Granulats arbeitet. So können wir selbst sehr feuchte Polyester-Reststoffe aufbereiten.“

Schon die ersten Projekte bestätigten, dass mit den Compoundieranlagen sehr unterschiedliche Materialkombinationen gefahren werden können. Beispielhaft sei hier ein besonders klebriges PP-Compound erwähnt, welches durch die spezielle Wasserführung in der Stranggranulierwanne problemlos granuliert wurde. Ein PC/ABS-Compound konnte mittels Dosierung des pulverförmigen ABS über das Containersystem ohne Kontamination der Umgebung verarbeitet werden. Gleiches galt für die Herstellung von mit 60 Prozent Glasfasern oder Glaskugeln verstärkter POM- und PA-Compounds. Hier wurden die Fasern/Kugeln über Container auf den Seitenbeschickungen direkt in die Schmelze geleitet.

In Kürze werden auch umfangreiche kunststofftechnische Prüf- und Testmöglichkeiten in Sandersdorf-Brehna zur Verfügung stehen, sodass zusätzlich zu den Produktionsversuchen die unmittelbare Prüfung der Materialqualität möglich ist. Und Maik Weber ist sich sicher: „Die Kombination aus Technikums-Anlagen und Labor eröffnet uns weitere Möglichkeiten in der Forschung und Entwicklung individueller Kundenrezepturen.“ Das Unternehmen CompraXX ist auf die Entwicklung innovativer Kunststoffe spezialisiert.

www.compraxx.de

Mit seinen Anlagen sieht er sich für innovative Themen bestens gerüstet: Maik Weber, Geschäftsführer der CompraXX GmbH – Foto: CompraXX

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