bvse-Neujahrsempfang in Kempten

Key Note Speaker war Thomas Kreuzer, Vorsitzender der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag.

Vor mehr als 90 Teilnehmern, darunter auch bvse-Präsident Bernhard Reiling, die der Einladung der bayerischen bvse-Landesvorsitzenden Christiane Neuhaus gefolgt waren, machte Kreuzer deutlich, dass die 2014 ausgerufene Bayerische Rohstoffwende nur mit dem unternehmerischen Engagement und Know-how der Recycling- und Entsorgungsbranche umzusetzen sei. Es gehe darum, bis 2020 Bayern zum ressourceneffizientesten Land zu machen und Primärrohstoffe weitestgehend durch Sekundärrohstoffe zu ersetzen. Angesichts des weltweit steigenden Rohstoffbedarfs, der diesbezüglichen Preisdynamiken und der Rohstoffverknappung gewinnen nach Ansicht des Chefs der CSU-Landtagsfraktion Maßnahmen zur Ressourcenschonung, zur

Thomas Kreuzer plädierte für einen fairen Quaitätswettbewerb (Foto: Marc Szombathy)

Thomas Kreuzer plädierte für einen fairen Quaitätswettbewerb (Foto: Marc Szombathy)

Effizienzsteigerung, zum Recycling und zur Wiederverwendung von Rohstoffen eine eminente Bedeutung für Wirtschaft und Umwelt. Thomas Kreuzer streifte in seiner Rede auch das Thema Baustoffrecycling und bezeichnete diesen Wirtschaftsbereich als ein wichtiges Zukunftsfeld. Für das Gelingen der Rohstoffwende sei es wichtig, dass das Material, das derzeit noch in Gruben und Brüchen verfüllt wird, künftig in höherem Maße aufbereitet und als Recyclingbaustoffe verstärkt in Tief- und Hochbau eingesetzt wird. Angesichts der Sorge privater Unternehmen der Recycling- und Entsorgungsbranche vor Rekommunalisierungsbestrebungen erklärte Kreutzer, dass die privaten Entsorger durch Qualität, Leistung und Innovationskraft überzeugen, und plädierte für einen fairen Qualitätswettbewerb.

Vertrauen wieder aufbauen

bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock erwiderte in seiner Rede, dass sich die private Entsorgungsbranche für die Rohstoffwende einsetze und sich dem Wettbewerb immer stelle. Von kommunaler Seite werde allerdings zu häufig der Versuch unternommen, diesen Wettbewerb mithilfe des Ordnungsrechts und zugunsten kommunaler Unternehmen auszuhebeln. „Kleine und mittelständische Unternehmen haben nicht die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen, um in juristischen Auseinandersetzungen gegen Kommunen ihr Recht durchzusetzen“, kritisierte Rehbock das Verhalten von so mancher Kommune, auch in Bayern. Ein anderer gravierender Negativ-Effekt: Die spürbaren Kommunalisierungstendenzen verunsicherten die privaten Unternehmen mit der Folge, dass Investitionen nur noch zurückhaltend getätigt würden. Hier gelte es seitens der Politik, wieder neues Vertrauen aufzubauen.

(EUR0215S5)