Mit kleinen Schritten auf Kurs

Die osteuropäische Abfallwirtschaft bewegt sich am Beispiel von Kroatien, Tschechien und der Slowakei auf die Richtlinien der Europäischen Union zu – noch langsam und gemächlich, aber immerhin.

Seit dem ersten Januar 2015 ist Kroatien verpflichtet, durch die verantwortlichen Behörden die getrennte Sammlung von Abfällen zu gewährleisten. Darunter fallen Altpapier, Altmetalle, Kunststoffe, Altglas, elektr(on)ische Abfälle, gebrauchte Batterien, Altfahrzeuge, Altöl, gebrauchte Kleidung und Schuhe sowie medizinische Abfälle. Die lokalen Verwaltungen müssen mindestens einen Recyclinghof oder eine mobile Einrichtung in ihrem Bereich betreiben, eine adäquate Anzahl von Abfallcontainern vorhalten und die Bevölkerung über Standort und Wechsel der Sammelstellen informieren.

Die Regierung der Slowakei hat Ende Dezember ein neues Abfallgesetz genehmigt, das die slowakische Abfallwirtschaft auf Kurs bringen soll. Das Gesetz soll die Produzentenverantwortlichkeit einführen, eine neue Überwachung und Zertifizierung beim Handel von Metallen begründen und zu einer Verminderung der offiziell 2.500, inoffiziell aber an die 7.000 ungeregelten Deponien führen. Das Gesetz könnte am 1. Januar 2016 in Kraft treten. Tschechiens Umweltminister Richard Brabec wiederum gab bekannt, dass die Regierung einen 10-Jahres-Plan zur Abfallwirtschaft genehmigt hat. Dieser konzentriert sich schwerpunktmäßig auf der Verminderung von Deponien und die Zunahme von Recycling und Material-Wiederverwertung. Nach Aussage von Brabec soll die Umsetzung der Vorhaben durch Gelder aus einem EU-Fonds unterstützt werden.

(EUR0215S11)