Russischer PVC-Markt unter Druck

Immer mehr Betriebe fahren ihre Produktion wegen schwacher Nachfrage, bedingt durch die Konjunkturflaute, zurück. (Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de)

In Russland ist der Absatz von Polyvinylchlorid (PVC) gesunken: in den ersten neun Monaten 2014 um 4,7 Prozent. Auch wurde weniger PVC in den verarbeitenden Industrien eingesetzt als noch im Vorjahr. Als Grund ist unter anderen ist die Verwendung von alternativen und kostengünstigeren Baumaterialien zu nennen.

Aus dem Automobilmarkt kommen zurzeit ebenfalls keine Nachfrage-Impulse. Lediglich bei Verpackungen kann die nationale PVC-Industrie noch Wachstum verzeichnen. Der PVC-Import brach nach einem Rekordhoch im April und Mai 2013 ein, erholte sich etwas im Frühjahr 2014 und erreichte bis zum Ende des letzten Sommers wieder bessere Volumina. Sollte die Schwäche des Rubels weiter anhalten, ist jedoch bei PVC-Suspension in diesem Jahr ein deutlicher Import­rückgang zu erwarten. Angeblich mangelt es einigen russischen Betrieben an Methan für die Herstellung von PVC. Von einem Versorgungsengpass ist die Rede, der sich aber nicht erklärt und nach Recherchen in dieser Sache auch nicht bestätigt. Fest steht nur, dass immer mehr Betriebe in Russland ihre PVC-Produktion aufgrund der Konjunkturflaute zurückfahren müssen. Und das um bis zu 17 Prozent. Exakte und belastbare Zahlen in den einzelnen Segmenten liegen nicht vor. Insgesamt stellen in Russland gut 400 Firmen Produkte aus Kunststoffen her. Deutsche Ausrüster konnten im letzten Jahr gerade mal 15 Extruder an russische Abnehmer verkaufen. 2013 waren es noch 59 Maschinen.

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