Ralf Schmitz (Foto: VDM)

Deutscher Metallhandel startet schwach ins Jahr 2015

Bürokratische Hürden belasten die Unternehmen zusätzlich.

Der deutsche Metallhandel ist schwach in das Jahr 2015 gestartet. So das Ergebnis des aktuellen Geschäftsklimaindex des Verbandes Deutscher Metallhändler e.V. (VDM). Der Geschäftsklimaindex ist im dritten Quartal in Folge zurückgegangen und erreicht nur noch 93,5 Punkte.

Ausschlaggebend für die erneute Verschlechterung des VDM Geschäftsklimas sind die anhaltende negative Beurteilung der Lage und die gegenüber dem Vorjahr pessimistischeren Erwartungen der befragten Metallhändler. Waren noch im 2. Quartal 2014 deren Erwartungen deutlich positiver als ihre Beurteilung der tatsächlichen Geschäftslage, so haben sich seither die Erwartungswerte kontinuierlich auf die schwachen Werte der Lagebeurteilung zubewegt.

Ein nicht überraschendes Ergebnis

„Das Ergebnis der aktuellen Umfrage überrascht uns nicht, da die Nachfrage nach Metallen eng von der wirtschaftlichen Dynamik der in Deutschland produzierenden Unternehmen abhängt und diese gegenwärtig schwach ist. Nach einem guten Start in das Jahr 2014 hat sich die deutsche Konjunktur im Verlauf des zurückliegenden Jahres merklich abgekühlt. Dafür waren vor allem die Abschwächung in wichtigen Absatzmärkten wie dem Euro-Raum und den asiatischen Schwellenländern sowie die steigende Unsicherheit aufgrund der geopolitischen Krisen verantwortlich“, erläutert VDM Hauptgeschäftsführer Ralf Schmitz.

In diesem schwierigen konjunkturellen Umfeld belasten steigende gesetzliche Auflagen die Unternehmen deutlich negativer als in stabileren Konjunkturphasen. Bürokratische Anforderungen durch Steuergesetze, hohe Energiepreise, überzogene Umwelt- sowie verschärfte Prüfungsauflagen binden zunehmend produktive Kapazitäten der Unternehmen und belasten deren Wirtschaftlichkeit.

www.vdm.berlin

(Ralf Schmitz – Foto: VDM)

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