Unternehmen zu Energieaudits verpflichtet

Der Bundesrat hat den Gesetzesbeschluss des Bundestages zum Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) gebilligt.

Das Gesetz sieht vor, dass Unternehmen, die keine kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind, bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre ein Energieaudit nach der europäischen Norm DIN EN 16247-1 durchführen müssen. Von der Pflicht befreit sind Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem (DIN ISO EN 500001) oder ein Umweltmanagementsystem nach EMAS eingeführt haben. Bei Verstößen gegen das Gesetz drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro. Von dem Gesetz sind neben produzierenden Unternehmen auch Dienstleister wie Entsorgungs- und Wasserunternehmen betroffen. Durch die Einbeziehung von Verbund- und Partnerunternehmen bei der Subsumption des KMU-Begriffes trifft das EDL-G sogar auf Unternehmen zu, die sich selbst nicht als Großunternehmen verstehen. Auch öffentlich-private Partnerschaften, wie sie in der Entsorgungswirtschaft häufig vorkommen, sind unabhängig von ihrer Größe zum Energieaudit verpflichtet.

Der BDE empfiehlt seinen Mitgliedsunternehmen, sich frühzeitig mit den Pflichten des Gesetzes zu befassen und appelliert an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, die angekündigten Hilfestellungen für Unternehmen bei der Umsetzung der Auditpflicht schnellstmöglich zu veröffentlichen. Die Audits stellten eine enorme organisatorische und finanzielle Herausforderung dar.

(EUR0415S14)