„Neue Rohstoffliste ist ein Weckruf an die Politik“

Die Rohstoffversorgung muss auf eine breite und verlässliche Basis gestellt werden, fordert die WirtschaftsVereinigung Metalle in einer Stellungnahme. (Foto: H.D.Volz  / pixelio.de)

Für die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) ist die Rohstoffliste der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) ein Weckruf an die Politik. „Es geht nicht allein um den Preis der Rohstoffe, sondern es bestehen weiterhin strukturelle Probleme in der Rohstoffverfügbarkeit“, sagt Franziska Erdle, Hauptgeschäftsführerin der WVM. „Deshalb muss die Rohstoffstrategie weiterhin im politischen Fokus bleiben. Die sichere Rohstoffversorgung ist Gemeinschaftsaufgabe von Wirtschafts-, Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik.“

Durch die hohe Angebotskonzentration und geopolitische Entwicklungen könnten mittel- und langfristig strategische Nachteile auch für die Nichteisen-Metallindustrie entstehen, so Franziska Erdle: „Deshalb muss die Rohstoffversorgung auf eine breite und verlässliche Basis gestellt werden. Das ist eine wichtige Grundvoraussetzung für unsere Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland.” Aus der neuen Rohstoffliste der Deutschen Rohstoffagentur war hervorgegangen, dass rund ein Drittel der knapp 300 untersuchten mineralischen Rohstoffe und Handelsprodukte erhöhte Preis- und Lieferrisiken aufweist. Die Angebotskonzentration auf den Weltrohstoffmärkten sei den Angaben zufolge weiterhin sehr hoch. Die rohstoffbezogenen Risiken könnten sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette auswirken.

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