Russland: Abwrackprämie bis Ende 2015 verlängert

Die im letzten September eingeführte Maßnahme konnte trotz Aufstockung der Finanzmittel von 10,0 auf 12,5 Milliarden Rubel die Nachfrage nach neuen Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nicht stabilisieren. Europas zweitgrößter Automobilmarkt spiegelt die Krise in Russland wider und erleidet gerade herbe Rückschläge.

Dennoch wurde die Laufzeit der Abwrackprämie bis Ende 2015 verlängert. Dafür sollen nach Informationen von Germany Trade & Invest aus dem Föderationshaushalt zehn Milliarden Rubel bereitgestellt werden. Darüber hinaus bezuschusst die russische Regierung den Kauf von 1.497 Bussen und 1.000 Fahrzeugen für die Kommunalwirtschaft in den russischen Regionen mit 3,7 Milliarden Rubel. Gewährt werden die Zuschüsse aber nur für den Erwerb von mit Methan betriebenen Kraftfahrzeugen, die innerhalb der Zollunion gebaut wurden.

Zur Erneuerung des Kfz-Fuhrparks soll auch ein Verbot beitragen: Das russische Industrie- und Handelsministerium will ab 1. Juli 2015 uralte Lkw über 28 Jahre und Busse über 25 Jahre von russischen Straßen verbannen. Der Gesetzentwurf sieht zudem vor, das zulässige Höchstalter künftig weiter zu beschränken. Fahrzeuge mit besonders verbrauchsarmen Motoren, Hybrid- oder Elektroantrieben sollen durch eine neue Methode zur Berechnung der Transportsteuer begünstigt werden. Entscheidende Faktoren sind hier ökologische Aspekte und das Alter der Fahrzeuge.

Foto: O. Kürth

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