Mercedes-Benz Antos unterstützt Entsorgungsprofis

Abfallsammelfahrzeug Antos 2536 L im Einsatz bei der österreichischen Zellinger GmbH.

Eine sehr schmale Straße, rechts eine Garage und eine hohe Hecke, links ein Gartenzaun und eine Hauswand. Ein paar Meter weiter geht es um eine fast rechtwinklige Kurve, die von parkenden Autos gesäumt wird. Da müssen Jürgen Neff und sein Mercedes-Benz Antos 2536 L täglich durch. Alle Spiegel, den Monitor der Rückfahrkamera und den winkenden Kollegen, der hinter dem Abfallsammelfahrzeug einweist, abwechselnd im Blick, manövriert der Fahrer des Entsorgungsunternehmens Zellinger GmbH den neun Meter langen Dreiachser gekonnt auch in den letzten Winkel der Marktgemeinde Ottensheim im Mühlviertel, Oberösterreich. Und Jürgen Neff fährt den orange-silbernen 26-Tonner so nahe wie möglich an die Tonnen und Container heran. „Ich finde die Wendigkeit des Antos durch die gelenkte Nachlaufachse wirklich toll“, beschreibt der 42-Jährige seine Fahreindrücke, während er am Lenkrad kurbelt.

Dabei ist volle Konzentration gefordert, gilt es doch gleichzeitig auf Fußgänger, Radler und andere Verkehrsteilnehmer zu achten. Start-Stopp steht daher nicht nur auf dem Taster für die Zündautomatik des Antos, Go-and-Stop scheint auch der einzige Fahrmodus durch die Kleinstadt Ottensheim zu sein. Das automatisierte Mercedes-PowerShift Getriebe G 211 mit zwölf Gängen kommt da dem Fahrer sicher zugute. Am Heck des Fahrzeugs geht es für die eingehängten Tonnen in der Kippvorrichtung nach oben, und die Verdichtungsschnecke im Innern des MUT-Aufbaus fängt an, sich zu drehen. Der 265 Kilowatt (360 PS) starke OM 470 Euro 6-Motor des Antos grollt hier „kernig“ auf. Im Fahrtmodus hingegen klingt der Motor für Jürgen Neff geradezu angenehm.

„Ein durchdachtes Fahrzeug“

Angenehmes Arbeiten, lautet denn auch das Stichwort für den Mercedes-Benz Antos: Der kleine Bruder des Actros ist den Angaben des Herstellers zufolge nicht nur für den schweren Verteiler- und Nahverkehr und verschiedenste Aufbauvarianten konzipiert worden. „Er stellt überdies den Fahrer in den Fokus“, was Jürgen Neff bestätigt: „Wir machen zwar, je nach Tour, kaum 100 Kilometer am Tag, aber dennoch verbringe ich neun bis zehn Stunden im Fahrzeug. Da muss der Komfort passen.“

Der luftgefederte Fahrersitz ist dabei für ihn nur ein zu nennender Pluspunkt: Armaturen und Bedienelemente sind übersichtlich und in Griffweite angeordnet. Das zusätzliche Schaltpult des Aufbaus konnte rechts neben dem Sitz platziert werden. Umfangreiche Verstellmöglichkeiten von Sitz und Lenkrad machen die „ClassicSpace“-Kabine in mittellanger M-Ausführung insgesamt geräumig. Jacken und Hosen können hinter den Sitzen verstaut beziehungsweise an Kleiderhaken aufgehängt werden. Die Restwärmeheizung (Motorabwärme) hält die Kabine in den Pausen warm, die Scheiben beschlagen im Betrieb nicht.

Fotos: Mercedes-Benz

Fotos: Mercedes-Benz

Mit einer Breite von 2,30 Meter und einem niedrigen Einstieg ist das Fahrerhaus auf den Einsatz im Verteilerverkehr zugeschnitten, die günstige Aerodynamik des Antos spart zudem Kraftstoff. Mit vier Reihensechszylindern in 16 Leistungsstufen von 175 Kilowatt (238 PS) bis 460 Kilowatt (625 PS) ist das Motorenangebot für den Antos breit angelegt. Das vollautomatisierte Schaltgetriebe Mercedes PowerShift 3 mit acht beziehungsweise zwölf Gängen – als Sonderausstattung auch mit 16 Gängen – und lieferbare Assistenzsysteme erleichtern die Bedienung. Optional zum serienmäßigen Stabilitätsregel-Assistent kann der Antos mit Abstandshalte-Assistent mit Stopp-and-Go-Funktion, Spurhalte-Assistent, Aufmerksamkeits-Assistent und dem Active Brake Assist 3 ausgerüstet werden. Er steht als Spezialist im schweren Verteilerverkehr und Alleskönner in einem für Klasse, Effizienz und Handling, so Mercedes-Benz. Auch Jürgen Neff überzeugt der Antos: „Für mich ist das ein durchdachtes Fahrzeug.“

Nach der Tour steht eine Fahrt ins nahegelegene Herzogsdorf an. Zellinger betreibt dort ein modernes Abfallwirtschaftszentrum. Im angegliederten Öko-Park gibt es unter anderem eine Biogasanlage, vielfältige Recyclingmöglichkeiten und eine umweltfreundliche Waschanlage für Lkw. Und der Umweltaspekt spielt bei dem Familienbetrieb eine wichtige Rolle, wie die beiden Geschäftsführer, Peter Zellinger und Jürgen Humer, betonen. Mit ein Grund, warum der Antos mit seiner sparsamen Euro 6 Motorenpalette erste Wahl war. „Natürlich ist der Verbrauch in unserem Segment höher als im Fernverkehr. Aber da wir durch die geringe Kilometerleistung so ein Fahrzeug viele Jahre einsetzen können, ist die Erfüllung der besten Abgasnorm über möglichst lange Zeit hinweg für uns dennoch essentiell“, erklärt Jürgen Humer. Die Zellinger-Flotte mit 78 Fahrzeugen – 45 davon Mercedes-Benz – verstärkt inzwischen bereits der zweite neue Antos und demnächst sogar ein Actros mit Hydraulic Auxiliary Drive (HAD)-Antrieb.

www.mercedes-benz.com

Foto: Mercedes-Benz

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