Kein Hochsommer im Metallhandel

Nach einer Belebung zu Beginn des zweiten Quartals hat sich das Geschäftsklima im deutschen Metallhandel Anfang Juli wieder abgekühlt.

Der VDM Geschäftsklimaindex ist gefallen und liegt aktuell nur knapp über seinem Januarwert. Das ist das Ergebnis der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage des Verbandes Deutscher Metallhändler e.V.. Der Geschäftsklimaindex setzt sich aus zwei Teilindizes zusammen, der Geschäftslage der Unternehmen und deren Erwartungen. Ausschlaggebend für die aktuelle Verschlechterung des Geschäftsklimas sind beide Teilindizes. Die Unternehmen bewerten sowohl ihre Lage als auch ihre Perspektiven schlechter als noch vor drei Monaten.

Das Ergebnis überrascht den VDM: „Immerhin hat sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte fortgesetzt, dies deuten zumindest die aktuellen Frühindikatoren an. Diese Entwicklung sollte die Nachfrage nach Metallen fördern. Ausschlaggebend für die weniger positive Beurteilung der Geschäftslage im Metallhandel könnte sein, dass sich die deutsche Wirtschaft im Verlauf des zweiten Quartals dennoch abgekühlt hat und gegenwärtig weniger dynamisch expandiert.“ Möglich sei aber auch, dass der gegenwärtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft vor allem konsumgütergetrieben ist. Die Investitionsgüterproduktion festige sich hingegen erst langsam, der deutsche Maschinenbau warte weiter auf den Durchbruch. Zieht die Produktion von Investitionsgütern erst stärker an, führe dies sehr schnell zu einem Anstieg der Nachfrage nach dem Rohstoff Metall. Der Rückgang der Erwartungen könnte im Zusammenhang mit dem konsumgetriebenen Konjunkturbild stehen. Vor dem Hintergrund der Sommerferien könnte er zudem saisonbedingt sein.

www.vdm.berlin

(EUR0815S18)