Gestiegene MVA-Verbrennungspreise – Ersatzbrennstoffe im Aufwind

Wie die Mitglieder des bvse berichten, lasteten die Betreiber der Müllverbrennungsanlagen ihre Überkapazitäten in 2014 verstärkt mit Importmengen aus dem Ausland aus.

Diese Tendenz scheint sich auch in 2015 fortzusetzen: Die MVA-Verbrennungspreise von unvorbehandeltem Gewerbeabfall stabilisierten sich gebietsweise wieder und sind, wie es heißt, sogar gestiegen. Steigende Verbrennungspreise in den Müllverbrennungsanlagen führten zwangsläufig dazu, dass sich eine Vorbehandlung wieder lohnt, so der Verband. Aus diesem Grund habe sich die Ausgangsposition für die Akquise von Produktions- und Gewerbeabfällen, aus denen sich hochwertige Ersatzbrennstoffe herstellen lassen, für die Aufbereiter grundsätzlich verbessert.  Dementsprechend konnten die Ersatzbrennstoff-Hersteller im bvse gemäß den Angaben ihre Erfassungsmengen um im Durchschnitt 4,7 Prozent in 2014 gegenüber dem Vorjahr steigern, und auch für den Verlauf 2015 bestehe durchaus Anlass für Optimismus. Die gute Inputversorgung führte im vergangenen Jahr dann aber zeitweise aufgrund gleichzeitiger Revisionen bei den Abnehmern zu hohen Lagermengen, die nur langsam abgebaut werden konnten. Des Weiteren startete die Klinkerproduktion – und damit die EBS-Abnahme im Frühjahr 2015 – trotz des milden Winters sehr verhalten. bvse-Experte Andreas Habel: „Ist wieder mehr Ware im Markt, sind auch gute Qualitäten wieder stärker gefragt. Dass dient auch dem Klimaschutz, denn der Einsatz hochwertiger Ersatzbrennstoffe spart je nach biogenem Anteil gegenüber dem Einsatz von Kohle rund ein Drittel an CO2 ein.“

Foto: Dr. Jürgen Kroll

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