Rückgewinnung von Antimon und Titan aus flammschutz­belasteten Altkunststoffen

Wie das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV hierzu mitteilt, sollen künftig „in geeigneten CreaSolv-Formulierungen“ flammgeschützte Kunststoffe gelöst und Antimon und Titan aus diesen Lösungen separiert und als Sekundärrohstoffe aufbereitet werden können.

Dazu werden im Rahmen des Anfang März gestarteten Projekts „Add Resources“ Versuchsreihen mit verschiedenen Separationstechniken durchgeführt. Die zweite Projektphase sieht die Umsetzung der Produktion in kleintechnischem Maßstab vor. Bis zum Projektabschluss soll das Verfahren unter wirtschaftlichen Bedingungen durchführbar sein. „Add Resources“ ist Teil der Bundes-Fördermaßnahme „r4-Wirtschaftsstrategische Rohstoffe“. Die auf mechanische Trenntechniken spezialisierte Flottweg SE wird die Entwicklung begleiten und geeignete technische Aggregate bereitstellen. Die Argus Additive Plastics GmbH, ein Hersteller von Flammschutzmittel-Materbatches, verfügt über gute Kenntnisse des Antimonmarktes. Das Unternehmen wird daher die technischen Anwendungen der Antimon- und Titan-basierten Sekundäradditive erproben und sukzessive optimieren. Ausgehend von der Labor- und kleintechnischen Technologieentwicklung wird die Umsetzung im größeren Maßstab anvisiert. Die uve GmbH für Managementberatung übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt. Geplant zum Projektende ist ein Ergebnis-Workshop für Verwerter von Elektroaltgeräten, Kunststoffrecycler und Rezyklatanwender.

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Foto: O. Kürth

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