Leiblein-Anlage erfüllt Betreiberziele

Die von der Aesculap AG in Tuttlingen, Baden-Württemberg betriebene Recycling- und Entsorgungsstation von Leiblein bereitet Metallspäne und zugleich das Prozesswasser auf.

Nach gut einem Jahr Dauerbetrieb sieht das Medizintechnik-Unternehmen seine umweltpolitischen Ziele darüber als erfüllt an. Die im Aesculap-Werk bei der Herstellung von chirurgischen Instrumenten anfallenden Metallspäne unterschiedlicher Fraktionen bis hin zu Titan werden voneinander getrennt, getrocknet und das Volumen reduziert. Gleichzeitig wird das Prozesswasser aufbereitet und das daraus gewonnene Destillat an interne Prozesse zugeführt. Das nicht benötigte Destillat wird in die Kanalisation geleitet.

Metallspäne bei Aesculap vor und nach dem Schreddern im Rahmen des Recyclingprozesses (Foto: Leiblein)

Metallspäne bei Aesculap vor und nach dem Schreddern im Rahmen des Recyclingprozesses (Foto: Leiblein)

Jürgen Zirngibl, verantwortlich für das Projekt: „Unsere Recyclingstation reduziert das Volumen der Späne um bis das 15-fache, was die Lagerhaltung und Entsorgung erheblich erleichtert. In der Behandlung der Kühlschmierstoffe und der Waschbäder für Späne und Spänekübel im Rahmen der Wasserkreislaufführung ist das Ergebnis der Wiederverwertung des Prozesswassers ebenfalls beeindruckend: 90 bis 95 Prozent können zurückgewonnen werden. Als reines Destillat aufbereitet brauchen nur noch zehn bis fünf Prozent entsorgt werden.“

Leiblein konzipierte die Anlage mit Rundtanks, Verdampfern, Schreddern, Behälterwaschanlage sowie den bekannten Leiblein-Schrägfiltern und -Koaleszenzabscheidern. Die Zuführung der Medien erfolgt im Aesculap-Werk über zeitsparende doppelwandige Rohre, die die Produktionsgebäude miteinander und zur Recyclingstation verbinden. Der interne Werksverkehr, ob mit Gabelstapler und auch Lkw, konnte derart deutlich reduziert werden; die CO2-Emissionen sanken den weiteren Angaben zufolge rapide.

www.leiblein.de, www.aesculap.de

Die Leiblein Schrägfilter sind wichtige Komponenten im Aesculap-Recyclingprozess (Foto: Leiblein GmbH)

(EUR0815S35)