Österreich: Neue Erfordernisse bei Abbruch und Neubau

Nach der Recycling-Baustoffverordnung, die ab dem 1. Januar 2016 in Österreich gilt, benötigt jeder Abbruch eine Schadstoffanalyse des Bauwerkes. Das trifft sowohl den öffentlichen als auch den privaten Bauherrn.

Kein Abbruch darf mehr ohne Freigabe durch einen Verantwortlichen – die rückbaukundige Person – ausgeführt werden. Ein Rückbaukonzept ist zu erstellen, nach dem der Abbruchunternehmer den Rückbau auszuführen hat. Die Baurestmassenströme sind grundsätzlich einer Verwertung zuzuführen. Bauunternehmen, die Recyclingbaustoffe vor Ort verwenden wollen oder solche zukaufen, haben ebenso neue Anforderungen zu erfüllen. Hinsichtlich des Altlastenbeitrags müssen komplett andere Vorschriften als bisher beachtet werden.

Eine Liste der wichtigsten Recyclinganlagen führt der Österreichische Baustoff-Recycling Verband (BRV). Diese Betriebe haben Recyclingbaustoffe nun nach neuen Anforderungen herzustellen. Die qualitativ hochwertigen Recyclingprodukte können nunmehr rechtssicher bei Bauvorhaben eingesetzt werden. Die neuen Anforderungen sind vielfältig und treffen Bauherren, Planer, Bauausführende und natürlich Recyclingbetriebe. Der BRV bietet dazu Seminare in den Bundesländern und in Wien an.

Foto: O. Kürth

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