Frankreich stärkt Biokunststoffmarkt

Kunststoffbeutel für Obst und Gemüse müssen ab dem 1. Januar 2017 aus biobasiertem, kompostierbarem Kunststoff hergestellt werden.

Neben ehrgeizigen Plänen, den Anteil der Atomkraft am französischen Energiemix zu senken, sieht das neue Reformgesetz zur Energiewende und ökologischem Wachstum vor, den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen (um 40 Prozent bis 2030) und Treibhausgasemissionen zu senken (um 40 Prozent bis 2030). Kunststoffbeutel für Obst und Gemüse müssen darüber hinaus ab dem 1. Januar 2017 aus biobasiertem, kompostierbarem Kunststoff hergestellt werden. Der Mindestanteil an Biomasse soll durch eine Verordnung des französischen Staatsrates geregelt werden, welche zudem Grundsätze für die Verbraucherinformationen rund um Material und Beutelnutzung definieren wird.

Kunststoffverpackungen von Werbe-/Postwurfsendungen sind eine weitere Verpackungsart, die ab 2017 im eigenen Garten biologisch abbaubar, kompostierbar sein muss. Nicht verankert wurde im Gesetz hingegen die Nutzung von biobasierten und bioabbaubaren Einwegkunststofftüten. Unterschieden wird aber klar zwischen biobasierten und biologisch abbaubaren/kompostierbaren Kunststoffen und oxo-fragmentierbaren, haltbaren Kunststoffen auf Erdölbasis, die mithilfe von künstlichen Zusatzstoffen in Mikropartikel fragmentieren. Diese erfüllen die Anforderungen der europäischen Kompostierungsnorm nicht und können potenziell Recyclingströme stören.

Foto: ©Eco-Emballages/Pierre Desgrieux

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