Stora Enso verkauft Kartonwerk in Barcelona

Der finnisch-schwedische Konzern Stora Enso will sich von seiner Kartonfabrik im spanischen Barcelona trennen, die als einziges Werk in dem Geschäftsbereich Consumer Board Karton auf Altpapierbasis erzeugt, und hat eine entsprechende Vereinbarung mit der Münchner Kapitalbeteiligungsgesellschaft Quantum Capital Partners AG getroffen.

Wie der international operierende Papierhersteller in diesem Zusammenhang mitteilte, steht die Transaktion im Einklang mit der Konzernstrategie, den Fokus auf Kartonprodukte aus Frischfasern zu legen.

Die Geschäftsleitung rechnet damit, dass der Anteilsverkauf einen Erlös von etwa zehn Millionen Euro bringen wird, abhängig von den Bedingungen am Stichtag. Auch soll die Transaktion keinen wesentlichen Einfluss auf die Gewinn- und Verlustrechnung haben; allerdings wird eine leichte Verbesserung der EBIT- und EBITDA-Margen erwartet. Laut Stora Enso kann der Verkauf im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, sollten die Wettbewerbsbehörden damit einverstanden sein.

Die Veräußerung wird den Angaben zufolge Stora Ensos Umsatz um jährlich 117 Millionen Euro senken, während die Produktionsmenge um 195.000 Tonnen schrumpft. Im Kartonwerk Barcelona sind 220 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Quantum Capital Partners AG beschreibt sich als eine „internationale Unternehmensholding, die auf den Erwerb und die Zusammenarbeit mit Unternehmen spezialisiert ist“. Die Aktiengesellschaft konzentriere sich auf Unternehmen „mit erheblichen Entwicklungspotenzial“ und stelle aufgrund ihrer aktiven Begleitung eine nachhaltige und profitable Zukunft der jeweiligen Firmen sicher. Quantum hat den Angaben zufolge bereits mehrere Transaktionen durchgeführt, darunter mit international aufgestellten Gesellschaften wie Bosch, BASF und Airbus Corp. Derzeit besteht das firmeneigene Portfolio aus sieben Gesellschaften mit einem Gesamtumsatz von 350 Millionen Euro.

www.storaenso.com

(EUR0915S20)