Herbold Meckesheim mit Neuheiten auf der Fakuma 2015

Kosteneinsparung beim Kunststoffrecycling ist das Topthema des Herstellers auf der Fachmesse vom 13. bis 17. Oktober in Friedrichshafen: Halle A6, Stand 6502.

Ein Schwerpunkt ist die Kompaktierung mit dem Herbold Plastkompaktor. Er wird bei Post-Consumer-Anwendungen einer Wasch/Trennanlage nachgeschaltet, um große Chargen mischen und homogenisieren zu können. Mit den Maschinen der Baureihe lassen sich verschiedenste Materialien verarbeiten: thermoplastische Kunststoffe wie Fasern, Bändchen, Schaumstoffe, Folien, Stretch- oder Dünnfolien, Feinanteile, Pulver oder Späne sowie Kunststoffe, die schwierig zu fördern, zu lagern und zu mischen sind (feucht oder trocken). Das agglomerierte Material weist gute Rieselfähigkeit und ein hohes Schüttgewicht auf. Auch die Abtrennung von Restfeuchten wird durch den Agglomerierprozess effektiv und „nebenbei“ miterledigt. Herbold Plastkompaktoren sind für Durchsätze bis 1.500 Kilogramm pro Stunde ausgelegt.

Herbold Plastkompaktor Baureihe HV 70 (Foto: Herbold Meckesheim GmbH)

Herbold Plastkompaktor Baureihe HV 70 (Foto: Herbold Meckesheim GmbH)

Schneidmühlen mit Zwangsbeschickung

Die neu entwickelte Schneidmühlen-Baureihe SB von Herbold Meckesheim mit gleichmäßiger Zwangs-Schneckenbeschickung (US-Patent 7,793,872 B2, EU-Patent EP 1 979 099 81, China-Patent CN 101374604 B) eignet sich nicht nur für die Zerkleinerung von PET-Flaschen, sondern ist auch für vorgeschredderte Materialien als Nachzerkleinerer einsetzbar. Mit einer SML 60/100 SB (Rotor 600 x 1000 mm, Antrieb 75 kW) zum Beispiel lässt sich bei der Nachzerkleinerung von Fässern und Hohlkörpern ein Durchsatz von 3,4 Tonnen pro Stunde im Dauerbetrieb erzielen. Die Siebgröße beträgt acht Millimeter. Laut Herbold Meckesheim ist im Vergleich zu konventionellen Schneidmühlen – bei vergleichbarer Mühlengröße – eine höhere Durchsatzleistung von 30 bis 50 Prozent erreichbar. Weitere angegebene Vorteile: 30 bis 50 Prozent weniger Energieverbrauch, gleichmäßige Lastaufnahme des Rotors (weniger Feingut und Staub im Mahlgut) und größere Produktmengen.

Optimierte Baureihe SMS

Um selbst schwierigste Aufgabenstellungen in einem Arbeitsgang bewältigen zu können, wurden die Schneidmühlen der schweren Baureihe SMS optimiert. Die Maschinen verfügen über eine Rotorbreite von 600 bis 2.000 Millimeter, die Antriebe leisten 45 bis 315 Kilowatt. Die Messer sind segmentförmig gestaltet, die bequeme und schnelle Austauschbarkeit der Werkzeuge stand beim Design im Vordergrund. Typische Aufgabenstellungen hierfür sind: schwere, dickwandige Halbzeuge aus PE, PP, POM und PA, Rohre mit großen Wandstärken und große Anfahrklumpen. Und nicht nur dickwandiges Material ist schwer zu zerkleinern: Aramid-Fasern, wie sie unter anderen zur Herstellung von schussfesten Westen verarbeitet werden, Carbonfasern und Composite-Werkstoffe zählen ebenfalls dazu.

Herbold oszillierender Shredder Baureihe HOS (Foto: Herbold Meckesheim GmbH)

Herbold oszillierender Shredder Baureihe HOS (Foto: Herbold Meckesheim GmbH)

Schlüssel zur Lösung: Das Rotorkonzept

Wenn es sich um schwierige Anwendungen handelt, erweise sich das Rotorkonzept als Schlüssel zur Lösung: „Nur ein Rotor, der aus einem einzigen geschmiedeten Stück hergestellt ist, bietet die Garantie für Stabilität. Schweißnähte können gar nicht reißen, weil nicht vorhanden. Die Messer dieses Rotors können sich nicht verschieben, weil sie auf dem Rotor gegen einen massiven Rückenanschlag angeschraubt sind“, sagt Herbold Meckesheim.  Auch das Reinigen sei besser zu bewerkstelligen: „Es gibt keine toten Ecken, wo sich Mahlgutreste festsetzen können.“ Für abrasive und beispielsweise glasfaserverstärkte Materialien bietet der Hersteller für die Schneidmühlen verschleißgeschütze Rotoren und Gehäuse an, die mit auswechselbaren Verschleißteilen ausgestattet sind: „Damit ist eine erhebliche Einsparung von Kosten im Vergleich zu zeitintensiven Gehäuse- und Rotor-Aufpanzerungen verbunden.“

Oszillierender Shredder mit ,,Raspel“-Prinzip

Für die Verarbeitung von sperrigen Aufgabematerialen oder großen Kunststoff-Ausschussrohren hat Herbold Meckesheim einen neuen Shredder konzipiert, der den Angaben zufolge durch sein günstiges Preis-/Leistungsverhältnis auffällt: Der Rohrshredder der Baureihe HOS mit oszillierender Zerkleinerungsfläche kann mit wenig Antriebsleistung selbst Rohre bis sechs Meter Länge in einem Arbeitsgang schreddern. Die Maschine zeichnet sich durch einen geräuscharmen Betrieb und wenig Verschleiß aus und eignet sich, wie es weiter heißt, sehr gut für abrasive Materialien. Und das bei niedrigem Energieverbrauch.

www.herbold.com

Foto: Herbold Meckesheim GmbH

(EUR0915S40)