Spanien schreibt Wiederverwendungsquoten für Elektroaltgeräte vor

Die Quoten sind verbindlich zu erfüllen und sollen schrittweise angehoben werden. (Foto: Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de)

Als bislang einziges Gesetz in Europa schreibt die spanische Elektroaltgeräte-Verordnung eine eigene Wiederverwendungsquote für Elektroaltgeräte vor. Die erklärte Intention des spanischen Gesetzgebers ist es, damit 4.700 zusätzliche Arbeitsplätze für am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen in sozialen Betrieben zu schaffen. Diese Zahl geht auf Schätzungen zurück, die das „Biodiversity-Green Employment Project 2007-2013“ ergab.

Ab 2017 müssen in Spanien zwei Prozent der Haushaltsgroßgeräte und drei Prozent der IT-Geräte einer Vorbereitung zur Wiederverwendung zugeführt werden. Ab August 2018 erhöhen sich die Werte auf drei beziehungsweise vier Prozent. Es werden genaue Vorschriften für Sammelstellen definiert, um eine sinnvolle Zuführung wiederverwendbarer Geräte an Re-Use-Betriebe sicherzustellen, die ihrerseits klare Anforderungen erfüllen müssen. In der spanischen Gesetzgebung wird die besondere Rolle der Sozialwirtschaft betont. Kommunale Gebietskörperschaften werden dazu ermächtigt, soziale Ausschreibungskriterien bei Ausschreibungen von abfallwirtschaftlichen Leistungen zu definieren, um sozialen Unternehmen den Marktzugang zu erleichtern.

(EUR1015S5)