Schweiz steigert Elektroschrott-Sammelquote

Im letzten Jahr kamen insgesamt 136.000 Tonnen zusammen. Vier Prozent mehr als in 2013.   

Das berichtet das Schweizer Rücknahmesystem Sens eRecycling: Insbesondere bei Haushaltskleingeräten und Unterhaltungselektronik erhöhten sich die Sammelmengen.

Organisiert wird die Rücknahme und das Recycling neben Sens eRecycling von der SLRS – Stiftung Licht Recycling Schweiz und Swico Recycling. Rund 6.000 kostenlose Rücknahmestellen für Elektro- und Elektronikaltgeräte gibt es mittlerweile im Land. Die Rücknahmemenge setzte sich zu 57 Prozent aus Haushaltsgeräten und Leuchtmitteln und zu 43 Prozent aus Altgeräten im Bereich Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zusammen.  Den Angaben zufolge fielen über das Sens-Rücknahmesystem im letzten Jahr 77.592 Tonnen Elektro- und Elektronikgeräte an. Die Rücknahme von 25.418 Tonnen Haushaltkleingeräten habe gegenüber 2013 um neun Prozent zugenommen, während bei Haushaltgroß- und Kühlgeräten die Mengen mit 48.096 Tonnen (2013: 47.596 Tonnen) in etwa gleich geblieben seien.

Bei Leuchtmitteln registriert Sens eRecycling fünf Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr und informiert, dass mit dem Start der Rücknahme von Photovoltaikmodulen im Jahr 2014 insgesamt 73,7 Tonnen Material der Verwertung anfielen. Das Gesamtgewicht an Rücknahmegeräten aus Informatik, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation erhöhte sich laut der Statistik von 55.304 Tonnen im Jahr 2013 auf 58.617 Tonnen in 2014. Dabei machten Geräte aus der Unterhaltungselektronik (ohne TV-Geräte) mit 13.000 Tonnen den größten Anteil aus – plus 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Schweizer Bürger hätten auch mehr Flachbildschirme über die Sammelstellen entsorgt. Bei PC-Monitoren sei die Sammelquote um 16 und bei TV-Geräten um 14 Prozent gestiegen. Und um 16 Prozent ebenfalls bei Mobiltelefonen, wohingegen die Rücknahme von PC-Röhrenbildschirmen um 25 Prozent gesunken sei. Allein bei den Röhrenbildschirm-Fernsehern konnten 5,2 Prozent mehr Geräte einer Verwertung zugeführt werden.

www.erecycling.ch

Foto: O. Kürth

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