Energie-Lastmanagement von Recyclinganlagen

Ein Forschungsverbund-Projekt mit dem Namen „EnvirA-Management4Grid“ untersucht den möglichen Beitrag eines effektiven Energie-Lastmanagements am Beispiel von Recyclinganlagen.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Es wird von der Alba Group und dem Fachgebiet Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien (EVUR) der TU Berlin getragen und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Durch die Energiewende erfolgen Einspeisungen aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz, die zu Schwankungen bei der Stromerzeugung führen. Dadurch steigt die Notwendigkeit, flexible Komponenten in das Stromversorgungssystem netzdienlich einzubinden. Ein professionelles Lastmanagement bietet hier eine günstige Lösung, um den Verbrauch großer Abnehmer an die Erzeugung anzupassen, um somit das Stromnetz zu stabilisieren. Die Experten untersuchen dabei zunächst den Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Stoffströme, den Verwertungsmengen und dem Energiebedarf für deren Verarbeitung. Hierbei wird geprüft, welche Schritte des Verarbeitungsprozesses wie viel Energie benötigen. Basis des zu entwickelnden Lastmanagementtools ist dabei die von Alba entwickelte Software EnvirAview, einem Energiemonitoring-System, das in Echtzeit die Energieverbräuche in einer Anlage auf dem PC, Tablet oder Smartphone anzeigt. Das erweiterte Tool soll künftig auch das Lastmanagement-Potenzial visualisieren. Perspektivisch könnte ein ausgefeiltes Lastmanagement dann sogar vollautomatisiert gesteuert werden.  „Anlagen der Recyclingindustrie basieren auf typischen verfahrenstechnischen Prozessen, sodass wir unsere Untersuchungen unter realitätsnahen Bedingungen durchführen können. Dies stärkt unsere wissenschaftliche Expertise“, erklärt Prof. Dr. Frank Behrend, TU Berlin.

www.albagroup.de

Foto: O. Kürth

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