Erste Toner-Recyclinganlage in der Schweiz startet Testbetrieb

Anlagenbetreiber ist die Immark AG mit Sitz in Regensdorf im Kanton Zürich.

Bislang landeten Toner in der Schweiz in Müllverbrennungsanlagen. Nun können sie wertstofflich aufbereitet werden. Die Immark AG hat hierfür eine Anlage entwickelt und in Betrieb genommen. Bis Ende dieses Jahres läuft sie noch im Testbetrieb. Wie das Schweizer Unternehmen weiter informiert, ist das Projekt einmalig im Land. Früher kam es immer wieder zu Zwischenfällen in den Schweizer Müllverbrennungsanlagen. So traten häufig Staubexplosionen im Prozess auf. Die Anlagenbetreiber begrenzten daraufhin die Toner-Mengenannahmen.

Das Konzept der neuen Toner-Recyclinganlage sah ursprünglich ein Nassverfahren vor, das sich aber als nicht praktikabel erwies. Laut Immark konnte das Tonerpulver nicht wirtschaftlich aus dem Wasser gelöst werden. Die Lösung brachte erst ein im Ausland erprobtes Verfahren in einer Trockenanlage, bei dem ein Zusatzstoff im Zerkleinerungsprozess mitverarbeitet wird. „Dabei binden sich der Tonerstaub und dieser Zusatzstoff zu einem Tonergemisch, und zwar derart, dass die Explosionsfähigkeit nicht mehr besteht“, erläutert Immark-Geschäftsführerin Sabine Krattiger. Das Unternehmen entwickelte das Verfahren schließlich weiter zu einer industriellen Anlage. Ziel ist eine Toner-Verwertungsquote von 95 Prozent.

www.immark.ch

Foto: O. Kürth

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