VW-Krise: Metallbranche befürchtet Einbruch

Der Verband Deutscher Metallhändler  (VDM) sieht ein „Klumpenrisiko“.

Die durch manipulierte Abgaswerte ausgelöste Krise beim Automobilhersteller VW könnte auch die deutsche Metall- und Metallrecyclingbranche erheblich in Mitleidenschaft ziehen. „Ein Drittel der Metallfirmen in Deutschland macht als Zulieferer sicher 20 Prozent des Umsatzes direkt oder indirekt mit VW“, erklärte dazu VDM-Präsident Thomas Reuther. Die produzierende Metall- und Metallrecyclingbranche stehe derzeit zwar noch gut da; es sei aber „die Gefahr eines Flächenbrands“ gegeben. Die Branche mache sich deshalb Sorgen, wie es weitergehe. „VW und die Zulieferer sind schon deutlich zurückhaltender in ihren Mengenplanungen. Vertragsmengen werden derzeit geschoben oder teilweise sogar ganz abgesagt“, weiß Reuther zu berichten. „Wir befürchten einen Einbruch von zehn Prozent bei den Bestellungen. Am Anfang der Lieferkette stehend, sind wir daher unmittelbar betroffen.“ Rund 600.000 Tonnen Metalle kaufen Volkswagen und deren Zulieferer jedes Jahr direkt oder mittelbar von den deutschen Metallfirmen, insbesondere Aluminium und Kupfer. Reuther: „Damit sind die Niedersachsen der mit Abstand größte Kunde im Metallhandel und ein Klumpenrisiko. Wir können daher nicht ausschließen, dass sich das mittel- bis langfristig auch auf die Arbeitsplätze auswirkt.“

Foto: VDM

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