Qualitätssiegel für Altholzrecycling und -verwertung

Der bvse reagiert auf die im Markt kontrovers geführten Diskussionen um die erreichbaren Qualitäten.

Ziel der Zertifizierung ist es, aufbauend auf der Auditierung zum Entsorgungsfachbetrieb, die qualitätsrelevanten Anforderungen an die Erfassung des Altholzes sowie die Aufbereitung zu Hackschnitzeln tiefer zu beschreiben. Dem wird ein kombiniertes System der Eigen- und Fremdüberwachung hinterlegt. Die Anforderungen des bvse-Qualitätssiegels spiegeln die Altholzverordnung wider sowie weitere Anforderungen, die für die jeweiligen Verwertungswege des Altholzes notwendig sind. Da die Ansprüche an die stoffliche und die energetische Verwertung von Altholz unterschiedlich sind, kann der Aufbereiter die Zertifizierung nur für einen oder gleich für beide Verwertungsbereiche ausführen lassen.

Durchführen soll die Zertifizierung die bvse-Zert GmbH, die mit entsprechenden akkreditierten Sachverständigen zusammenarbeitet. Geplant ist eine jährliche Überprüfung, die aus einer Dokumentenprüfung sowie einer umfangreichen Betriebsbegehung besteht. Das Qualitätssiegel soll eine Gültigkeit von 18 Monaten haben. Um ein einheitliches Prüfschema zu gewährleisten, findet die Begutachtung nach einer speziellen Prüfliste statt. Diese Prüfliste schließt Fragen zu Genehmigungen und Betriebsorganisation, Altholzannahme, Lagerung, Betriebssicherheit, Produktüberwachung, Probenahme und Analysenerstellung ein. Eine Mitgliedschaft im bvse ist keine Voraussetzung für die Erlangung des Qualitätssiegels für Altholzrecycling und -verwertung.

Foto: O. Kürth

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