Löschen, bevor es brennt

Werferlöschanlagen von Rosenbauer International AG.

Das österreichische Unternehmen hat drei Standorte des deutschen Umweltdienstleisters Tönsmeier mit stationären Werferlöschanlagen ausgestattet: Porta Westfalica und Paderborn in Nordrhein-Westfalen und  Oppin in Sachsen-Anhalt. An allen drei Standorten betreibt Tönsmeier Sortier- und Recyclinganlagen zur Aufbereitung und Verwertung von Haus-, Industrie- und Gewerbe- sowie Baumischabfällen. Durch die Werferlöschanlagen geschützt werden Bereiche, in denen die Altstofffraktionen angeliefert beziehungsweise die in Ballen gepressten Leichtverpackungen und Wertstoffe gelagert werden. Insgesamt wurden acht Systeme in­stalliert, jedes davon eine Kombination aus Werfer und Infrarot-Temperaturüberwachung.

Vollautomatischer Betrieb

Werferlöschanlagen von Rosenbauer werden dort eingesetzt, wo Sprinkler- und Sprühwasseranlagen keinen optimalen Schutz mehr bieten. Bei Tönsmeier sind die Werferlöschanlagen an ein Infrarot-Temperaturüberwachungssystem angebunden, welches die zu schützenden Bereiche rund um die Uhr überwacht. Erkennt das In­frarotsystem einen Hot-Spot, werden dessen Koordinaten an den Werfer geschickt und die Anlage aktiviert: Die optische und akustische Alarmierung beginnt, die Löschmittelpumpe setzt sich in Betrieb, die Schaumzumischung startet, die Bereichsventile öffnen sich und das Löschmittel wird durch die Rohrleitungen, die im betriebsbereiten Zustand leer sind, zum Werfer gefördert. Dieser richtet sich selbstständig aus und kühlt mit Oszillierbewegungen zielgerichtet den Brandherd ab.

Sicherer Produktionsbetrieb

Durch die Kombination aus Werferlöschanlage und Infrarotüberwachung können Temperaturveränderungen schnell erkannt werden. Das Material wird noch vor der Entstehung eines Brandes abgekühlt. Herkömmliche Brandschutzanlagen lösen erst aus, wenn an der Hallendecke eine bestimmte Mindesttemperatur oder eine bestimmte Rauchgasmenge erreicht wird. Das Rosenbauer-System greift hingegen schon ein, bevor der Brand überhaupt ausbricht.

Gelöscht wird mit einem Wasser-Schaummittelgemisch, das den detektierten Hot-Spot abdeckt und brennbarem Material den notwendigen Sauerstoff für die Verbrennung entzieht. Aufgrund des relativ geringen Löschmitteleinsatzes kann kontaminiertes Material problemlos und rasch aus einer Halle entfernt werden. Das zentrale System, bestehend aus Druckerhöhungsanlagen, Schaumzumischsystemen mit dazugehörigen Schaummitteltanks und diversen Ventilstationen, ist jeweils in eigenen Technikräumen beziehungsweise -containern untergebracht. Für die Löschwasserversorgung wurden Reservoire mit bis zu 150.000 Liter Fassungsvermögen gebaut. Erstmals zum Einsatz kommt bei dieser Art von Brandschutzsystem der Rosenbauer Werfer RM65, der mit einer Leistung von bis zu 6.000 Liter pro Minute ausgelegt werden kann.

www.rosenbauer.com

Foto: Rosenbauer International AG

(EUR1115S18)