Sicherheit am Arbeitsplatz: Europaweite Unternehmensbefragung

Psychosoziale Risiken und körperliche Belastungen sind die größten Herausforderungen für Betriebe – dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse der zweiten europäischen Unternehmensbefragung „ESENER-2“ (Enterprise Survey on new and emerging risks), die im Auftrag der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) durchgeführt wurde.

Aber auch Zeitdruck und überlange oder ungünstige Arbeitszeiten werden den Angaben zufolge von einem Großteil der Firmen als Gefährdung wahrgenommen. Allerdings gebe es noch zu wenig praktische Handlungshilfen, um mit diesen Risiken umgehen zu können, so die europäische Agentur. 30 Prozent der befragten Betriebe im EU-28-Raum hätten angegeben, psychosoziale Probleme nicht thematisieren zu können. Durchschnittlich jedes dritte Unternehmen habe berichtet, dass es sich aktiv mit der psychischen Belastung auseinandersetze. Laut EU-OSHA ließen sich auch hier große Unterschiede in Europa feststellen. So würden externe Psychologen durchschnittlich von 16 Prozent aller befragten Betriebe beschäftigt; in Finnland und Schweden nutzten 60 Prozent der Firmen eine solche fachliche Betreuung.

An der Befragung beteiligten sich rund 50.000 Betriebe aus 36 europäischen Ländern. Alle Ergebnisse gibt es in Form eines Online Dashboards unter www.osha.europa.eu/de/surveys-and-statistics-osh/esener/2014.

Foto: O. Kürth

(EUR1115S14)