Bundesweites Rücknahmesystem für Altmedikamente gefordert

BDEW: Das Verursacher- und Vorsorgeprinzip muss deutlich gestärkt werden.

Nach Ansicht des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird die richtige Entsorgung von Medikamenten vor dem Hintergrund eines stetig zunehmenden Medikamentenkonsums immer wichtiger. „Durch fehlende Regelungen zur fachgerechten Entsorgung und daraus folgende Einträge in die Umwelt können auch die Gewässerressourcen für die Trinkwassergewinnung betroffen sein. Dies sollte vermieden werden. Wir fordern daher eine verpflichtende Einführung eines bundesweit einheitlichen Sammel- beziehungsweise Rücknahmesystems für Altmedikamente.“

Dabei sollte unter Beachtung des Vorsorgegrundsatzes die Rücknahme von Altmedikamenten so leicht wie möglich gemacht werden. Zudem fordert der BDEW eine Verankerung der fachgerechten Entsorgung im Arzneimittelgesetz mit Produktverantwortung der Hersteller und damit die Umsetzung europäischen Rechts. Insgesamt brauche Deutschland eine neue Arzneimittelstrategie, damit bei Herstellung beziehungsweise Zulassung die ökologische Abbaubarkeit von Arzneimitteln gleichrangig berücksichtigt wird.

Foto: O. Kürth

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