„Wieder fairen Wettbewerb herstellen“

Die europäischen Stahlrecycler sehen sich in ihrer Existenz bedroht.

Im Rahmen einer Sitzung des informellen Wettbewerbsrats der Europäischen Union  (Competitiveness Council) im November wurde auf Initiative der luxemburgischen Ratspräsidentschaft die momentane Situation der europäischen Stahlindustrie diskutiert. Zu diesem Anlass haben die BDSV, der Verband der Stahlrecycler in Europa EFR (European Ferrous Recovery & Recycling Federation) sowie der Dachverband EuRIC (European Recycling Industries Confederation) die Wiederherstellung des fairen Wettbewerbs auf dem Sekundärrohstoff- und Schrottmarkt gefordert.

Durch das momentane, nach geltendem EU-Recht illegale Preisdumping insbesondere chinesischer Primärproduzenten von Nickel und Eisen und des engen Zusammenhangs zwischen der Entwicklung der Preise von Primär- und Sekundärrohstoffen trotz substantiell unterschiedlicher Kostenstrukturen nach Auffassung die europäischen Stahlrecycler und damit zehntausende von Arbeitnehmern in ihrer Existenz bedroht. „Der Preisverfall beim Sekundärrohstoff Schrott beträgt bis zu 30 Prozent“, erklärte BDSV-Hauptgeschäftsführer Dr. Rainer Cosson. Und fügte hinzu: „Die BDSV hat auf Grundlage des Pressestatements des Competitiveness Councils leider vorerst feststellen müssen, dass unser Anliegen, fairen Wettbewerb herzustellen und überbordenden bürokratischen Hürden innerhalb der EU Einhalt zu gebieten, nicht behandelt worden ist. Wir werden uns dafür einsetzen, dass weitere Initiativen ergriffen werden, durch welche den Anliegen der Stahlrecyclingwirtschaft Rechnung getragen wird.“

Foto: O. Kürth

(EUR1215S5)