Einhaltung von Umweltstandards bei der Vergärung von Bioabfällen

Neue Richtlinie VDI 3475 Blatt 5 beschreibt, wie Luftverunreinigungen bei Abfallbehandlungsanlagen vermieden werden können.

Die aus Bioabfällen erzeugten Komposte und Gärreste sind wertvoller Dünger und Humuslieferanten. Zudem kann der Energieinhalt der Bioabfälle als Biogas genutzt werden. Biogasanlagen zur Abfallbehandlung erfüllen hierbei zwei gesellschaftliche Aufgaben. Zum einen werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die in den Abfällen enthaltenen Wertstoffe in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden können. Zum anderen wird die in den Abfällen enthaltene Energie in eine nutz- und speicherbare Energie überführt. Dabei kommt jedoch der Einhaltung von Umweltstandards eine besondere Bedeutung zu. Die Richtlinie VDI 3475 Blatt 5 beschreibt den Stand der Technik für Anlagen zur Vergärung von Bioabfällen unter besonderer Berücksichtigung der dabei entstehenden Luftverunreinigungen wie Geruchsstoffen, Luftschadstoffen, klimarelevanten Gasen, Staub und Bioaerosolen.

VDI 3475 Blatt 5 berücksichtigt dabei auch solche Anlagen, die ursprünglich als reine Kompostierungsanlagen konzipiert und zu Vergärungsanlagen umgebaut wurden. Kein Gegenstand der Richtlinie sind Anlagen für gemischte Siedlungsabfälle sowie landwirtschaftliche Anlagen. Sie werden in Blatt 3 und Blatt 4 der Richtlinienreihe behandelt.

Herausgeber der Richtlinie VDI 3475 Blatt 5 „Emissionsminderung – Biologische Abfallbehandlungsanlagen – Vergärung und Nachbehandlung“ ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Sie ist in deutscher und englischer Fassung zum Preis von 60,20 Euro beim Beuth Verlag (Tel. +49 (0) 30 2601-2260) erhältlich. Weitere Informationen und Onlinebestellung unter www.vdi.de/3475-5 und www.beuth.de.

Foto: Harald Heinritz / abfallbild.de

(EUR1215S32)