Reduktion des Spänevolumens um bis zu 90 Prozent möglich

Die Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH installierte bei einem Automobilzulieferer eine neue Anlage zur Zerkleinerung von Metallspänen.

Der Auftrag mit einem Gesamtwert von 357.000 Euro wurde von Dezember 2013 bis Januar 2014 in drei Stufen ausgeführt. Berücksichtigt werden mussten die speziellen Werksnormen des Unternehmens, das „zähe Material“ sowie beengte Platzverhältnisse. Stufe Eins wurde im Dezember 2013 abgewickelt und bestand aus der Installation von neun Erdwich Einwellen-Zerkleinerern des Typs M600/1-400 mit einer Antriebsleistung von 5,5 bis 9,2 Kilowatt, einer Schneidwerksgröße von 400 x 500 Millimeter, einem Sieblochdurchmesser von 25 bis 35 Millimeter und einer Messerbreite von 25 Millimeter. Da diese – wie alle Einwellen-Zerkleinerer des Herstellers – einzelgesteckte, austauschbare Messerscheiben am Schneidrotor besitzen, kann die Wartung schnell und unkompliziert vonstattengehen. Zudem sind die Messer durchgehärtet und können mehrfach nachgeschliffen werden. Lange Standzeiten und hohe Ersatzteilkosten lassen sich vermeiden.

Auch die Verarbeitung von feuchten Materialien ist möglich, da die Zerkleinerungsmaschine eine außenliegende Wellenlagerung aufweist und durch die integrierte Schottwand das Eindringen von Mahlgut und flüssigen Materialien in die Lager verhindert wird. Der langsam laufende Rotor sorgt außerdem für eine geringe Geräusch- und Staubentwicklung. Zusätzlich wurden zwei Sammel- und Späneförderer zum Späneaustrag mit gemeinsamer Steuerung aufgestellt. Die Durchsatzleistung der Zerkleinerer beträgt – in Abhängigkeit von der tatsächlich anfallenden Spänemenge – jeweils bis zu 41 Kilogramm pro Stunde. Am Tag können etwa 4.000 Kilogramm Späne mit einem Gesamtvolumen von 50 Kubikmeter verarbeitet und schließlich über das automatische Fördersystem zu einem zentralen Sammelpunkt abtransportiert werden. Die eingesetzten Zerkleinerer sind grundsätzlich für Mengen bis zu 250 Kilogramm pro Stunde ausgelegt.

In der zweiten Stufe installierte Erdwich an Einzelplätzen drei Einwellen-Zerkleinerer des Typs M400/1-200 mit einem eigenen Austragsförderer und Einzelsteuerung

In der zweiten Stufe installierte Erdwich an Einzelplätzen drei Einwellen-Zerkleinerer des Typs M400/1-200 mit einem eigenen Austragsförderer und Einzelsteuerung

Kostenvorteil durch verbesserte Betriebsabläufe

In einer zweiten, im Januar 2014 realisierten Stufe wurden an Einzelplätzen drei Einwellen-Zerkleinerer des Typs M400/1-200 installiert, deren Durchsatzleistung etwa 30 Kilogramm pro Stunde beträgt. Sie weisen eine Antriebsleistung von 2,2 bis 3,0 Kilowatt, eine Schneidwerksgröße von 200 x 200 Millimeter, einen Sieblochdurchmesser von 15 bis 25 Millimeter und eine Messerbreite von 20 Millimeter auf und wiegen im Vergleich zum M600/1-400, der 500 Kilogramm auf die Waage bringt, mit 100 Kilogramm relativ wenig. Durch die feinen Messer wird das Volumen der Späne auf einen Bruchteil der ursprünglichen Füllmenge reduziert. Abschließend wurde, ebenfalls im Januar 2014, die dritte Stufe installiert, die aus einer Späneabwurfstation mit einem Hub-Kipp-Gerät, einem Förderer und einem Schwenkfördersystem besteht.

Durch die Installation der Anlage konnte der Automobilzulieferer den Angaben zufolge die Betriebsabläufe erheblich verbessern. Das Volumen der Späne werde nun um bis zu 90 Prozent verringert, was besonders im Hinblick auf die Entsorgung und Wiederverwertung einen Kostenvorteil bedeute. Auch könnten sich die Mitarbeiter nun auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren: Die früher neben den Bearbeitungsmaschinen bereitgestellten Spänewägen müssen nicht mehr extra und regelmäßig zu Sammelcontainern verbracht und entleert werden. Das Per-Hand-Verpressen der scharfkantigen, schmierstoffanhaftenden Späne zur Volumenreduktion entfällt.

www.erdwich.com

Fotos: Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH

(EUR0116S41)