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Abrollcontainer: Ein Vergleich kann sich lohnen

Mieten oder kaufen? Und für welchen Zweck? Die Plattform Containerbasis.de informiert über das Angebot im Markt und unterstützt Interessenten, den geeigneten Abrollcontainer zu finden.

Abrollcontainer sind unverzichtbare Hilfsmittel für die betriebsinterne Logistik von Produktionsbetrieben, die diese für Transporte innerhalb von Produktionsanlagen und Lagern nutzen. Daneben nutzen Gewerbebetriebe – vor allem solche der Abfall- und Bauwirtschaft – Abrollcontainer zum Sammeln von Altmaterialien, Abfällen, Reststoffen aus der Produktion sowie von Recyclingmaterialien. Häufig genutzt werden Bauschuttcontainer und die im öffentlichen Raum präsenten Glas-, Papier und Bekleidungscontainer, die gewerbliche oder karitative Betreiber aufstellen. Daneben spielen Abrollcontainer im kombinierten Verkehr Straße/Bahn eine wichtige Rolle, da Normcontainer für das ACTS-System gern von Speditionen beziehungsweise Direktversendern genutzt werden, um Güter per Lkw und abschnittsweise auch per Bahn zu befördern. Privatkunden und Wohnungsgesellschaften nutzen Abrollcontainer dagegen meist als großvolumige Abfall-Sammelbehälter. Im privaten Bereich sind Abrollcontainer auch dann beliebt, wenn es um die sichere Aufbewahrung und den mühelosen Transport von Bauschutt, Gartenabfällen und nicht zuletzt Sperrmüll geht.

Ein Abrollcontainer bietet den Vorteil, dass er ohne stationäre Ladehilfsmittel wie Krane und Hebebühnen ver- und entladen werden kann. Der ebenfalls verbreitete Absetzcontainer ist dagegen auf Krane und andere Hebezeuge angewiesen und in der logistischen Handhabung daher erheblich komplizierter. Wer – wie die meisten privaten Nutzer – nur gelegentlich einen Abrollcontainer benötigt, nutzt zumeist die Mietangebote, die von den auch in kleineren Städten präsenten privaten Containerdiensten oder von kommunalen Abfallentsorgern gemacht werden. Gewerbliche Kunden, die Abrollcontainer permanent im Rahmen ihrer Logistik werksintern oder auch im Lieferverkehr und Versandt einsetzen, entscheiden sich vielfach für den Kauf von Abrollcontainern, die gegebenenfalls auch individuell nach den speziellen Bedürfnissen des Käufers ausgestattet werden können.

Maße, Gewichte, Normen, Ausstattungsdetails

Abrollcontainer gibt es für vielfältige Verwendungszwecke und Einsatzgebiete. Daher existieren zahlreiche unterschiedliche Maße für entsprechend viele unterschiedliche Rauminhalte und Belastungsgrößen. Weit verbreitet sind Abrollcontainer mit einem Volumen von sieben, zehn und 15 Kubikmetern. Es gibt Varianten mit und ohne Deckel beziehungsweise Plane sowie mit und ohne Tür oder alternativ mit Klappe zur Erleichterung der Be- und Entladung beziehungsweise der Überprüfung des Inhalts. Außerdem werden verschiedene Haken- und Kettensysteme in unterschiedlichen Anbringungshöhen angeboten. Abrollcontainer lassen sich über kürzere Strecken auf den eigenen Stahlrollen oder Gummirädern transportieren und bei Be- und Entladevorgängen mechanisch – meist mit der hydraulischen Ladehilfe des Transportfahrzeugs – anheben oder absenken. Für Abrollcontainer existieren verschiedene Normen. In Deutschland steht die DIN 30722 beziehungsweise ISO 668 im Vordergrund. Während bei Absetzcontainern die genormten, stapelbaren 20- oder 40-Fuß-Container (TEU beziehungsweise FEU-Container) eine wichtige Rolle spielen, die vielfach als Schiffscontainer eingesetzt werden, aber auch für den Bahntransport geeignet sind, gibt es viele unterschiedliche Bauformen bei Abrollcontainern, die sich in Größe und Tragkraft entsprechend dem jeweiligen Verwendungszweck unterscheiden.

Vielfach verwenden gewerbliche Nutzer die meist oben offenen, aber beplanbaren Container, die als Bauschutt- oder Abfallcontainer im Gebrauch sind. Sammelcontainer für Recyclinggüter sind – besonders bei Aufstellung im öffentlichen Raum – meist abgeschlossen, mit einem Metall- oder Kunststoffdach verschließbar abgedeckt oder mit einer Rollplane versehen. Je nach vorgesehener Nutzung gibt es zudem unterschiedliche Schloss- oder Verriegelungssysteme.

Sonderformen des Abrollcontainers

Die in großen Serien produzierten Abrollcontainer werden meist gewerblich als Abfall- oder Bauschuttbehälter sowie als Sammelbehälter für wiederverwertbare Rohstoffe (insbesondere Glas und Papier) genutzt. Wohnungsgesellschaften und private Hauseigentümer verwenden entsprechend der Vorgabe des lokalen Entsorgungsunternehmens Abrollcontainer als großvolumige Abfallbehälter und ersetzen so die früher üblichen, wesentlich kleineren Mülltonnen. Es existieren jedoch auch Abrollcontainer für besondere Verwendungszwecke, beispielsweise für den Transport von Holz und forstwirtschaftlichen Abfällen, für Flüssigkeiten, für Gefahrstoffe und für Kühltransporte. Verbreitet sind auch Abrollcontainer für die Beladung von Bahnwaggons, Binnen- und Hochseeschiffen sowie für Luftfrachten. Eine Sonderrolle spielen die ACTS-Container. Dabei handelt es sich um genormte Abrollcontainer mit oder ohne Abdeckung, die sich speziell für die Bahnverladung eignen und entsprechende technische Vorrichtungen für die Be- oder Entladung von Bahnwaggons besitzen. Außerdem existieren besonders gesicherte Abrollcontainer mit Gehäusen aus Stahl oder verstärktem Stahlblech für Werttransporte und solche Abrollcontainer, die auf die speziellen Bedürfnisse der Feuerwehren, des Katastrophenschutzes und der Bundeswehr ausgerichtet sind.

Eigenschaften und Auswahlkriterien

Bei der Auswahl des geeigneten Abrollcontainers sind Gesichtspunkte unterschiedlichster Art zu beachten. Kriterien sind: Verwendungszweck, Vorgaben von Behörden und Logistikpartnern,  benötigter Rauminhalt (Transportkapazität), Bauform, Normung, Tragkraft, Hebevorrichtungen, Abdeckung und Verschlusssystem, Preis, Qualität, Material und logistische Hilfsmittel (Haken, Ketten, Krane). Da im Containermarkt erhebliche Preis- und Qualitätsunterschiede existieren, lohnt sich immer ein Online-Preisvergleich wie beispielsweise auf der Internetplattform Containerbasis.de, einem Service der CSH-Container Services Hamburg GmbH. Nicht selten gibt es Sonderangebote, die sich auf Seriencontainer beziehen und meist aus Überproduktionen oder nicht realisierten Kaufverträgen resultieren. Auch für Abrollcontainer hat sich ein Sekundärmarkt entwickelt, der Gebrauchtcontainer aus Betriebsaufgaben, Insolvenzen und gescheiterten Finanzierungen sowie Leasing-Rückläufer umfasst.

Die wichtigsten Ausstattungsdetails

Der klassische Abrollcontainer besitzt Rollen und wird durch einen meist hydraulisch funktionierenden Hebearm mit einem Haken erfasst und aufgezogen beziehungsweise abgesetzt. Über diese gemeinsamen Eigenschaften hinaus gibt es individuelle Ausstattungsmerkmale, die sich am vorgesehenen Verwendungszweck orientieren. Vielfach existieren nebeneinander leichte und schwere Varianten in derselben Volumenklasse. Die schweren Versionen sind für größere Gewichtsbelastungen geeignet und besitzen oft Schlösser oder Verriegelungshaken. Branchenweit im Einsatz sind sogenannte Holländerverschlüsse, die als sicher und schnell handhabbar gelten. Wichtig ist die Gestaltung des Ladebodens und etwaiger Aufbauten sowie der Bordwände, die es auch in verstärkter Form gibt.

Je nach Bedarf werden Abrollcontainer mit festem Metall- oder Kunststoffdach oder mit manuell beziehungsweise automatisch öffnenden und schließenden Planen geliefert. Zur zusätzlichen Ladungssicherung sind meist Steckrungen und Befestigungsvorrichtungen wie Zurrringe vorhanden. Optional erhältlich sind Rampen und (möglichst verzinkte) Steigleitern. Großvolumige Abrollcontainer besitzen oft ebenerdige Flügeltüren zum leichteren Be- und Entladen oder haben stattdessen Klappen mit oder ohne Dichtung. Verbreitet sind sogenannte Winden- oder Schiebedächer. Viele Käufer wählen Abrollcontainer mit verstärkten Seitenwänden und zusätzlichen Seitenholmen beziehungsweise engerem Spantenabstand. Unbedingt beachtet werden sollten im Umgang mit Abrollcontainern auch diverse Sicherheitsaspekte, über die Containerbasis.de ebenfalls informiert.

Autor: Martin Weber

www.containerbasis.de/abrollcontainer [1]

Foto: O. Kürth

(EUR0216S34)