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Umweltschutz im Unternehmen: Mit einfachen Maßnahmen ökologischer arbeiten

Die meisten Menschen verbringen einen Großteil ihres Tages im Büro: Wer die Umwelt durch geringen Ressourcenverbrauch und Recycling schützen möchte, sollte konsequenterweise genau hier beginnen. Weil Unternehmen unsere Ressourcen in besonders hohem Maße beanspruchen, kommt ihnen auch eine große Verantwortung zu. Doch Sparsamkeit ist nicht nur eine Last; sinnvoll eingesetzt kann der Betrieb davon profitieren.

Energiesparen: IT bietet viel Potenzial
Selbst in einem einfachen Büro werden unsere Ressourcen stark genutzt: Die Beleuchtung ist stets sehr hell, damit sich alle Mitarbeiter auf die Arbeit konzentrieren können. Die Rechner sind ständig in Betrieb, und der Drucker wirft an einigen Tagen mehrere Hundert Seiten Papier aus. Um im Büro Energie sparen zu können, sollte zunächst mit ganz klassischen Tipps begonnen werden: Elektrogeräte verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Der teure Standby-Betrieb summiert sich anhand der Vielzahl der Geräte im Büro schnell auf. Eine Steckdosenleiste, die abschaltbar ist, erscheint hier besonders sinnvoll. Weiterhin sollte sich auch die Frage gestellt werden, ob der Rechner während einer einstündigen Mittagspause eingeschaltet bleiben muss – was in deutschen Büros gängige Praxis sein dürfte. Aufgrund der mehrstündigen Nutzung kann es sinnvoll, sein alte Desktop-PCs auszutauschen. Die Leistung der alten Rechner mag für den Office-Betrieb durchaus ausreichend erscheinen, der Stromverbrauch ist im Vergleich zu modernen Systemen allerdings um ein Vielfaches höher. Während ein Rechner der 6 – 7 Jahre alt ist und 100 W Leistung aufnimmt [1], erreicht ein moderner PC diese Leistung schon mit 20 – 30 W. Ebenso verbreitet ist die Vergeudung von elektrischer Energie auf den Toiletten: Nicht selten brennt das Licht den ganzen Tag über. Können die Mitarbeiter nicht zu mehr Disziplin beim Ausschalten angehalten werden, ist möglicherweise die Nachrüstung eines Bewegungsmelders sinnvoll.

Papierverbrauch senken

Ein besonders hohes Einsparpotenzial bietet der Papierverbrauch. In vielen Büros werden E-Mails ausgedruckt, die aus drei Seiten bestehen – obwohl nur eine zweizeilige Information von Bedeutung ist. Durch einen langen Verlauf oder dem obligatorischen Kleingedruckten im Anhang wachsen die Papierberge an. Dabei bieten moderne Duplexdrucker die Möglichkeit, Vor- und Rückseite zu bedrucken, was bereits viel Papier spart. Durch einen qualitativ schlechteren Entwurfsdruck kann auch der Verbrauch an Tinte reduziert werden. Weitaus radikaler ist allerdings der gänzliche Verzicht auf Papier: Durch die Anschaffung von Tablets lässt sich zumindest der interne Einsatz von gedruckten Dokumenten reduzieren. Sofern keine sensiblen Informationen enthalten sind, können nicht mehr benötigte Drucke auch als Notizzettel dienen.

Abfall als Ressource sehen

Beim Thema Drucker stellt sich zudem die Frage, wie mit den leeren Tonerkartuschen oder Druckerpatronen umgegangen wird. Keinesfalls sollten diese im Hausmüll landen. Einige Unternehmen kaufen leere Kartuschen auf, um sie erneut zu befüllen – und als Refill-Patronen [2] wieder auf den Markt zu bringen. Dadurch wird nicht nur das Budget für Büromittel entlastet, auch die Umwelt profitiert. Grundsätzlich ist Recycling nicht immer bequem, aber sinnvoll: Im Büro fällt viel Abfall an, wobei Papier, Kunststoff und Metall wiederverwendet werden können. Das alle wichtigste ist natürlich dabei, den Abfall in den Recycling-Stationen [3] zu trennen. Natürlich haben die Mitarbeiter dadurch keinen persönlichen, unmittelbaren Nutzen. Umso mehr liegt es in der Verantwortung der Vorgesetzten, für einen verantwortungsvollen Umgang mit den begrenzten Ressourcen zu motivieren – und damit einen nachhaltigen Unternehmensgeist zu schaffen.

Autor: Markus Beck, Foto: pixabay