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Aktionsplan „RESourceEU“: Wie Europas wirtschaftliche Sicherheit gestärkt werden soll

Die EU-Kommission hat mit dem Aktionsplan „RESourceEU“ Maßnahmen zur Sicherung kritischer Rohstoffe beschlossen. Der Plan ergänzt das Critical Raw Materials Act (CRMA) und zielt darauf ab, Lieferketten zu diversifizieren und die Industrie vor geopolitischen Risiken und Preisschwankungen zu schützen.

Kernpunkte: Drei Milliarden Euro werden kurzfristig bereitgestellt, um Lieferkapazitäten auszubauen – etwa für Lithium in Tschechien und Molybdän in Grönland. Genehmigungsverfahren in der EU sollen beschleunigt werden. Bis Anfang 2026 entsteht eine zentrale Anlaufstelle für Marktinformationen, Projektkoordination und Nachfragesteuerung.

Gemeinsam mit den Mitgliedstaaten wird ein Konzept für eine koordinierte Rohstoffbevorratung erarbeitet. Ein Pilotprojekt startet 2026. Geplante Exportbeschränkungen für Schrott und Abfälle aus Permanentmagneten sowie Ausfuhrzölle auf Aluminium- und Kupferschrott sollen die heimische Wiederverwertung stärken. Die EU vertieft Partnerschaften mit ressourcenreichen Ländern (u. a. Brasilien) und unterstützt G7- und G20-Initiativen für diversifizierte, normenbasierte Märkte. Die meisten Maßnahmen sollen bis Mitte 2026 anlaufen.

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 01/2026, Seite 5, Foto: Dr. Jürgen Kroll)