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Rotochopper stärkt europäische Wachstumsstrategie

Kurze Wege, schnelle Reaktionszeiten, lokale Ansprechpartner: Der Maschinenhersteller aus Minnesota/USA baut sein Händler- und Servicenetzwerk in Europa weiter aus.

EU-Recycling-Chefredakteur Marc Szombathy besuchte das Unternehmen auf der IFAT. Die Einladung machte neugierig. Von Rotochopper hatte ich tatsächlich noch nicht gehört. Auch dass Michael Lackner jetzt für den US-Hersteller von Anlagen zur Aufbereitung von Holz- und Biomasseabfällen tätig ist, war mir bis dato nicht bekannt. Gleich am ersten Messetag der IFAT Munich 2026 suchte ich den Stand von Rotochopper im Freigelände auf. Michael Lackner telefonierte gerade und es schien, dass der frühere Managing Director von Lindner Recyclingtech extra sein Gespräch wegen mir beendete, als er mich kommen sah. Wir kennen uns seit vielen Jahren.

Er winkte mich zu sich und stellte mir sodann Tosh Brinkerhoff, President und CEO Rotochopper, und Jamey Brick, COO Rotochopper, vor. Der Österreicher Michael Lackner arbeitet seit Mai 2026 als Senior Advisor, European Operations, im Unternehmen, das in St. Martin im US-Bundesstaat Minnesota ansässig ist.

Rotochopper will das europä­ische Händler- und Servicenetzwerk für seine Maschinen und Anlagen ausbauen. Der US-Hersteller ist außerdem Vertriebspartner für Lindner-Maschinen im amerkanischen Markt. Daher auch die Verbindung zu Lackner, der über 25 Jahre Erfahrung im europäischen Recycling- und Maschinenbausektor verfügt und die europäischen Aktivitäten von Rotochopper von Lienz (Österreich) aus leitet. „Unsere europäischen Kunden benötigen direkten Zugang zu regionalem Service und Anwendungskompetenz“, erklärt dazu Tosh Brinkerhoff. „Mit Michael Lackners Erfahrung in globaler Geschäftsentwicklung und internationaler Expansion und dem Ausbau unseres Händlernetzwerks schaffen wir die dafür notwendige Struktur.“

Im Mittelpunkt steht stets der Kunde
Laut Lackner ist Rotochopper in bestimmten europäischen Ländern bereits gut etabliert. „Der nächste Schritt ist der systematische Aufbau von regionalen Vertriebs- und Serviceorganisationen in ganz Europa, die kurze Wege, schnelle Reaktionszeiten und lokale Ansprechpartner sicherstellen“, skizziert Michael Lackner die Unternehmensstrategie. Rotochopper entwickelt seit 1990 Maschinen zur Verarbeitung von Holzabfällen und organischen Materialien zu marktfähigen Endprodukten wie Landschaftsmulch, Kompost, Biomassebrennstoffen und Tierstreu. Das Unternehmen liefert Highspeed-Shredder und Aufbereitungstechnik an Kunden in Nordamerika, Europa und weltweit. Zum Produktportfolio gehören zudem Zerkleinerer für Asphaltschindeln, mobile Absackanlagen sowie Sieb- und Fördertechnik, die aus einer einzelnen Maschine eine komplette Aufbereitungsanlage machen.

In Nordamerika kaufen alle Rotochopper-Kunden direkt ab Werk. Hinter den Maschinen steht ein unternehmenseigenes Servicenetzwerk. Bei Rotochopper bilden starke Kundenbeziehungen das Fundament des Geschäfts. Das Unternehmen hört genau zu, handelt schnell und unterstützt seine Kunden mit allem, was für einen reibungslosen Betrieb erforderlich ist. Ob schneller Service oder zuverlässige Ersatzteilverfügbarkeit: Im Mittelpunkt steht stets der Kunde. Der Kundendienst des Herstellers umfasst ein Programm zur vorbeugenden Wartung, Serviceeinsätze vor Ort sowie die „Rotochopper University“ – regelmäßige praxisorientierte Schulungen für Eigentümer und Bediener. Das Fernüberwachungssystem „RotoLink“ ermöglicht es sowohl den Bedienern als auch dem Rotochopper-Serviceteam, die Maschinenleistung in Echtzeit zu überwachen.

Für anspruchsvolle Anwendungen
Auf der IFAT Munich 2026 präsentierte Rotochopper erstmals in Europa den B66 High Speed Shredder. Der Zerkleinerer ist für hohe Durchsatzleistungen bei Altholz-, Biomasse- und gemischten Inputmaterialien ausgelegt und wird in Diesel- und Elektrovarianten angeboten. Der B66 erfüllt alle relevanten europäischen Normen und ist für anspruchsvolle industrielle Anwendungen konzipiert.

Rotochopper Highspeed-Shredder sind unterschiedlichsten Materialien gewachsen – bei stets hohem Durchsatz. Das Zerkleinerungssystem garantiert ein definiertes Endkorn in nur einem Bearbeitungsschritt. Siebgitter- sowie Rotorkonfiguration lassen sich schnell an das gewünschte Endprodukt anpassen – direkt am Einsatzort. Die massive Stahlkonstruktion, die besonders robusten Komponenten und der minimale Wartungsaufwand sorgen vor allem für eines: Up-Time – und das Tag für Tag, Jahr für Jahr und selbst bei abrasiven Materialien.

rotochopper.com [1]

(Erschienen im EU-Recycling Magazin 07/2026, Seite 24, Foto: Marc Szombathy)

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