Vom 3. bis 6. November 2026 öffnet die 29. Ecomondo auf dem Messegelände in Rimini ihre Tore. Die internationale Leitmesse der Italian Exhibition Group (IEG) etabliert sich immer stärker als globaler Treffpunkt für Industrie, Politik, Forschung und Institutionen – und treibt so die ökologische und wirtschaftliche Transformation voran.
Ein strategischer Hub für Innovation und Geschäft
In einer Zeit, in der die europäische Politik die ökologische Wende beschleunigt, bietet die Ecomondo eine einzigartige Plattform: Hier werden die großen industriellen und ökologischen Veränderungen diskutiert, die die globalen Märkte prägen. Die Messe verbindet Unternehmen, fördert Geschäftskontakte und unterstützt Start-ups, Scale-ups und KMU dabei, ihre Geschäftsmodelle im Bereich der Kreislaufwirtschaft weiterzuentwickeln.
Internationaler Austausch und Netzwerkausbau
2026 setzt die Ecomondo auf ein noch stärkeres internationales Profil. In Zusammenarbeit mit dem MAECI (Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit) und der ICE (Agentur für Außenwirtschaftsförderung) werden gezielt Einkäufer, Delegationen und Verbände aus aller Welt eingebunden. Eine mehrstufige Roadshow durch Spanien, Marokko, Deutschland, Ungarn und Kanada soll institutionelle und wirtschaftliche Partnerschaften vertiefen. Bereits etabliert sind internationale Ableger wie:
- Ecomondo Mexico – die zentrale Plattform für den lateinamerikanischen Markt und italienische Umwelttechnologien
- Ecomondo China – 2026 als Forum in Shanghai (11.–12. Juni)
- Green Med Expo & Symposium in Neapel (27.–29. Mai)
Das von einem internationalen technisch-wissenschaftlichen Komitee kuratierte Programm wird 2026 um englischsprachige Gipfel, Konferenzen und Tagungen erweitert. Im Fokus stehen aktuelle europäische Regularien wie:
- Circular Economy Act
- Bioeconomy Strategy
- Biotech Act II
- Pact for the Mediterranean
- RESourceEU Action Plan
- Critical Raw Materials Act
- Erweiterte Herstellerverantwortung (EPR)
Zusätzlich werden Themen wie gesunde und zirkuläre Städte, KI und digitale Technologien für die ökologische Transformation, Bioökonomie und Bioenergie behandelt – zentrale Säulen für eine emissionsarme und hochzirkuläre Wirtschaft.
Neuerungen 2026: Textil, Wasser, Innovation
Textil-Wertschöpfungskette: Eine ganze Halle widmet sich dem Textilsektor – als internationaler Hub für die gesamte Branche, besonders vor dem Hintergrund neuer EU-Vorschriften zur Nachhaltigkeit.
Wasserwirtschaft: Die Bereiche „Waste as Resource“ und „Water Cycle & Blue Economy“ werden ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen Abwasseraufbereitung, Trenchless-Technologien und intelligente Netze für eine nachhaltige Wassernutzung.
Weitere Schwerpunkte: Sites & Soil Restoration, Earth Observation, Bioenergie & Landwirtschaft, Circular & Regenerative Bio-Economy, Circular & Healthy City, Paper District sowie der Innovation District für Start-ups und nachhaltige Lösungen.
Generalsstaaten der Green Economy
An den ersten beiden Tagen findet das Strategieforum für ökologisches Wirtschaften in Italien statt – organisiert von der Fondazione per lo Sviluppo Sostenibile in Kooperation mit dem Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit (MASE). Mit einer zweiten Plenarsitzung auf Englisch unterstreicht die Ecomondo ihre Rolle als branchenübergreifende, globale Plattform für die Beschleunigung der ökologischen Transformation.
ecomondo.com [1]
(Erschienen im EU-Recycling Magazin 07/2026, Seite 26, Foto: Italian Exhibition Group)